zur Navigation springen

Aufregung im Kreis Plön : Massage-Salon mitten in Selent

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

In einem ehemaligen Imbiss soll eine „Relax Lounge“ eröffnet werden. Der Kreis hat über die Nutzungsänderung noch nicht entschieden, die Bürgermeisterin ist entsetzt.

Ein kleiner „Massage-Salon“ in der Kieler Straße sorgt für Unruhe in Selent und beim Kreis Plön. Denn dort, wo einst in einem Imbiss Currywurst mit Pommes rot-weiß zubereitet wurden, sollen jetzt – zumindest offiziell – Menschen „geknetet“ werden. Genauer gesagt: Männer. Noch genauer: Der Service dort geht eindeutig zweideutig noch viel weiter...

„Relax Lounge“ steht seit ein paar Tagen statt „Imbiss“ über der Tür in der viel befahrenen Hauptstraße. Die Schaufenster sind durch Stellwände mit geheimnisvollen chinesischen Motiven zugestellt. Bei der „Relax Lounge“ handelt es sich um ein eindeutig zweideutiges Etablissement aus dem „Rotlicht-Bereich“.

Der ehemalige Imbiss ist von einer 35-jährigen Frau, die erst vor kurzem von Rostock nach Selent gezogen ist, angemietet worden. Offizielle Eröffnung der bei der Gemeinde und dem Kreis beantragten „Massage-Praxis“ soll am kommenden Freitag sein. „Ab 4. Oktober bin ich endlich ganztags besuchbar – das alles in meinem eigenen Laden“, heißt es auf der Internetseite bei „Meets-Escort“ aus Selent wörtlich. Auch über die dort angebotenen Dienstleistungen ist dort einiges zu erfahren: „Du möchtest mich für eine romantische Nacht bei dir buchen? Du möchtest bei einer heißen Ölmassage entspannen? Happy End garantiert!“ Auch Übernachtungen seien möglich. Das zumindest hat bei einigen Selentern die Alarmglocken schrillen lassen.

Zurückhaltend gibt man sich dazu beim Kreis Plön: Bestätigt wurde von einem Sprecher die beantragte Nutzungsänderung für den Imbiss. Dem Kreis liege jetzt eine angeforderte Betriebsbeschreibung vor, über die aber noch nicht entschieden worden sei. Die Änderung soll von einer Gaststätte auf eine Massagepraxis erfolgen.

„Uns wurde gesagt, es soll Wellness-Massagen geben“, sagte Selents Bürgermeisterin Antje Josten. Jetzt sei sie „geschockt“ und wolle auf keinen Fall so etwas in Selent haben. Eine Antwort indes, was zu tun sei, stehe noch aus. „Sie kann machen, was sie will, aber nicht in der Ortsmitte“, sagte Josten entschlossen zu den Plänen der neuen Pächterin.

zur Startseite

von
erstellt am 02.Okt.2013 | 04:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen