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Markttreff Kasseedorf ist für die CDU „gestorben“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 28.Sep.2013 | 00:31 Uhr

Kasseedorfs Gemeindevertreter wollen nach den Herbstferien interfraktionell klären, ob es für den Markttreff noch eine Zukunft geben kann. Diese Vereinbarung ist das Ergebnis einer nichtöffentlichen Beratung, die über das Thema am Mittwoch im Vereinsheim des Griebeler SV geführt wurde.

Nahezu zeitgleich mit der Imbiss-Neueröffnung am Dorfplatz hatte gegenüber der Betreiber des Markttreffs die Türen seines Geschäftes geschlossen (der OHA berichtete). Dazu nahm Fraktionschef Martin Boesmann (CDU) noch im öffentlichen Teil der Sitzung Stellung: „Für die CDU-Fraktion hat sich der Markttreff überlebt.“ Man sehe keine Chance mehr für das Modell und wolle sich an weiteren Versuchen, den Betrieb wieder aufzunehmen, nicht mehr beteiligen. Ziel der CDU sei der Verkauf der Immobilie. Für den Förderverein, der sich heimatkundlich sehr engagiere, werde es sicher eine andere Lösung für einen Treff geben. Am Ende wurde der Fraktionsvorsitzende noch deutlicher: „Für uns ist der Markttreff gestorben“.

Ganz so hart wollte es Lothar Moos (WUB) nicht formuliert wissen. Für ihn sei das Wissen um die aktuelle Höhe der Verbindlichkeiten und die laufenden Kosten des Gebäudes vorrangig. Die SPD äußerte sich nicht weiter; Bürgermeisterin Regina Voß sollte im nichtöffentlichen Teil über die Sachlage informieren.

Zudem beschlossen die Gemeindevertreter bei zwei Gegenstimmen, das Bauprogramm für den Ausbau der Straße von Vinzier über Griebel nach Zarnekau nahezu unverändert zu lassen. Dem Beschluss war eine ausgiebige Diskussion in der Einwohnerversammlung vorausgegangen. Die vom Planungsbüro vorgestellte Entschärfung einer schwer einsehbaren Kurve zwischen Griebel und Vinzier wurde nicht nur angesichts der Kosten vehement abgelehnt.

Die Verlegung der Straße einschließlich Versorgungsleitungen hätte 34 000 Euro Mehrkosten zur Folge gehabt. Für die „Light-Version“, bei der nur die Böschung versetzt wird, wären 13 000 Euro mehr auf Gemeinde und Anlieger zugekommen. Einig waren sich die Einwohner in zwei Dingen: Es gibt zahlreiche Kurven, die gefährlicher sind, und eine Entschärfung verleite nur zum Rasen. Wichtig sei es, an der Stelle „Sicht zu schaffen“. Deshalb soll, so der Beschluss, die Vegetation so weit wie möglich zurückgenommen werden, um den Blick in die Kurve zu verbessern; zudem sind zusätzliche Warnschilder geplant.


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