Maritime Motive im Kulturcafé Klausberger

Fritz Schade lässt sich vom Maritimen inspirieren und befasst sich mit der Wechselwirkung von Kunst und Dichtung.  Fotos: steenbeck
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Fritz Schade lässt sich vom Maritimen inspirieren und befasst sich mit der Wechselwirkung von Kunst und Dichtung. Fotos: steenbeck

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12. Juni 2018, 13:28 Uhr

Geografischer Ausgangspunkt seiner Werke ist die Küste der dänischen Inseln Seeland, Bogö und Mön. Doch es sind nicht reine maritime Motive, die Fritz Schade ab heute im Kulturcafé Klausberger präsentiert – inspiriert sind seine Bilder auch von der Wechselwirkung von Kunst und Dichtung. So schnitt er Dichter in Holz, die ihm wichtig geworden sind und angeregt haben – Charles Baudelaire, Edgar Allan Poe und Rainer Maria Rilke. Diese drei Dichter werden künstlerisch von Schade umgesetzt im Treppenhaus des Kulturcafés zu sehen sein.

Jedoch vor allem durch das genaue Beobachten der Natur sind seine Werke entstanden. Seit mehr als 30 Jahren habe er sich auf den stark maritimen Charakter seiner Kunst konzentriert. Als einen „Steinbruch der Ideen“ nennt Schade seine Eindrücke, die er von den Küsten mitnimmt, dann nach und nach in Bildern umsetzt. Wie die roten Gummihandschuhe, die manchmal an den Strand gespült werden. Gemeinsam mit Heringen wurde daraus ein farbintensives Bild.

Es sei ihm ein Anliegen, Malerei und Grafik zu einem homogenen Ganzen zu verbinden, sagt der Hamburger Künstler, der über einen Bekannten den Weg ins Kulturcafé (Markt 16) gefunden hat. In der Ausstellung „Muschelblau und Rotbarschrot“ sind 40 Werke im Obergeschoss der Hauses am Eutiner Markt zu sehen. Neben Eitermpera-Malerei überwiegend aufwändig herzustellende Farbholzschnitte. Für die Drucke verwendet Schade Tiefdruckfarben, die er entsprechend für seine Zwecke herrichtet. „Das ist mein kreativer Anteil“, sagt Schade bescheiden. Für die Holzschnitte verwendet er Pappelsperrholz. „Das ermöglicht ein zügiges, spontanes Arbeiten“, sagt der gebürtige Sachsen-Anhaltiner, der 1963-66 in Eutin eine Ausbildung zum Dekorateur absolviert hat. Seit 1975 – nach Kunstausbildung und -studium – lebt und arbeitet der freie Künstler in Hamburg, hat seit 1981 eine ganze Reihe von vielbeachteten Ausstellungen im norddeutschen Raum absolviert. Hans-Peter Klausberger (kl. Foto) zeigte sich erfreut, „wieder einen freischaffenden Künstler bei uns zu Gast zu haben“. Zumal Holzschnitte noch nie im Kulturcafé zu sehen waren, so Klausberger.

Die Ausstellung wird heute (Donnerstag, 28. Juni) um 19.30 Uhr eröffnet. Zur Einführung spricht Michael Packheiser, Leiter des Museums Mölln. Die Werke sind bis zum 30. September während der Öffnungszeiten des Kulturcafés – Montag bis Freitag von 6.30 bis 18 Uhr, sonnabends von 6.30 bis 17 Uhr sowie sonntags von 8 bis 17 Uhr – zu sehen.

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