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Ostholsteiner Anzeiger

21. August 2017 | 22:09 Uhr

Mara Schliemann gewinnt Bronze

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

An den ersten Tagen der deutschen Meisterschaften der Sportschützen war für die Nordlichter wieder einmal nur wenig zu gewinnen. Die seit Jahren erfolgreiche Tonscheibenfamilie Scheibl aus Itzstedt im Kreis Segeberg eröffnete den Reigen durch Sonja bei den Frauen mit Gold im Trapschießen und durch den dritten Rang von deren Mutter Heidi im Doppeltrap. Jetzt kam noch einmal Bronze für den NDSB durch die 19-jährige Juniorin Mara Schliemann für den Schützenverein Malente hinzu.

Mara Schliemann, deren Heimatverein die Elmshorner SG ist, hatte zu diesem Zeitpunkt schon drei Starts mit dem Luftgewehr und zweimal Kleinkaliber hinter sich. Im Liegendschießen stellte sie mit 583 Ringen einen persönlichen Rekord auf, gegen die starke bundesdeutsche Konkurrenz reichte das zu Rang 17. Das Jahr 2014 lief bislang sehr erfolgreich. Sie wurde mit 387 Ringen überlegen Landesmeisterin vor Niklas Woisin (364). Schwerer wurde es bei der Ausscheidung des Deutschen Schützenbundes vor der Weltmeisterschaft. Mara Schliemann verblüffte die Mitstreiterinnen als Beste, verpasste dann aber als Viertplatzierte der Qualifikation einen der drei Startplätze als um einen Ring. Ihre Serie war mit 385, 385 und 384 Ringen beeindruckend. Schliemann stand auch im Siegerteam des SV Malente, das kürzlich die 1. Armbrustliga Nord zum vierten Mal in Folge gewann. „Ich war gut drauf, das alles waren gute Übungseinheiten für die deutschen Meisterschaften“, sagte die Schülerin, die sich auch noch auf das Abitur als Ziel konzentriert.

Trainer Ingolf Falkenberg gab vor dem Wettkampf letzte Hinweise. „Viel zu erklären gab es nicht mehr, es kommt auch auf die Tagesform an.“ Mara Schliemann legte los. „Das ist schlecht gelaufen“, sagte sie rückblickend auf die 93 Ringe der ersten zehn Schüsse. „Da kann man schon verzweifeln, aber ich wollte weiter.“ Es folgten 96 Ringe, dann 100 und zuletzt 95. Die Anzeigetafel wies 384 Ringe aus. Die Schützin selbst war nicht zufrieden. Gerade an diesem Höhepunkt des Jahres wollte sie mindestens ihr Landesmeisterschaftsresultat schießen. Am Ende der Konkurrenz hatte sich das Warten bis 16 Uhr gelohnt. An Bianca Glinke vom SV Rohden aus Niedersachsen (391 Ringe) und Louis Fürst aus Stuttgart (390) kam Mara Schliemann nicht heran.

„Alles ist gut“, sagte Ingolf Falkenberg erleichtert, denn diesmal hatte sie Glück, die nächste Verfolgerin stand in der Endliste mit 383 Ringen nur um einen Zähler zurück. Niklas Woisin wurde bei den Junioren mit 366 Ringen 29., die Malenter Christian Hirsch kehrten als Elfter in der Schützenklasse (384) und Carina Casten auf Rang 14 bei den Frauen (370) zurück. Vom SSV Kassau gefiel der Altersklassenschütze Jens Path, der mit 376 Ringen Elfter wurde.

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