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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 18:20 Uhr

„Manöver des letzten Augenblicks“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2016 | 18:22 Uhr

Gespalten sind die Reaktionen der Politik auf die Vertragskündigung durch GLC. Was auf der einen Seite Bedauern auslöst, wird auf der anderen als folgerichtiger Schritt interpretiert.

„Wer so mit einem Dienstleister umgeht, muss sich darüber nicht wundern“, erklärte CDU-Fraktionschef Uwe Potz. Er sieht einen Teil der Verantwortung auch bei Bürgermeisterin Tanja Rönck. Sie habe sich den Versuchen von GLC verweigert, über Unstimmigkeiten zu sprechen. Auch FDP-Fraktionschef Wilfred Knop zeigte sich wenig überrascht vom GLC-Schritt. Die GLC-Gegner hätten die Kündigung auf den Weg gebracht, ohne vorher mit dem Unternehmen über die Gründe zu reden. „Das ist kein Umgang mit einem Partner, mit dem man zwölf Jahre zusammengearbeitet hat“, kritisierte Knop.

Dem widerspricht SPD-Fraktionschef Jürgen Redepenning: „Ich habe immer offen gesagt, was mir nicht gefallen hat.“ Andreas Endler, Fraktionschef der Grünen, moniert mangelnde Kritikfähigkeit des langjährigen Dienstleisters: „GLC hat zwölf Jahre Zeit gehabt, für eine konstruktive Arbeitsatmosphäre zu sorgen. Das haben sie nicht hinbekommen.“

Als „gesichtswahrend“ stuft Endler die Kündigung ein, aus Redepennings Sicht sucht GLC mit Schuldzuweisungen gegenüber Gemeindevertretern und der Bürgermeisterin einen Sündenbock, um „sauber aus der Sache rauszukommen“. Von einem „Manöver des letzten Augenblicks“, um einer Kündigung durch die Gemeinde zuvorzukommen, sprach Dagmar Nöh-Schüren (Bürger-Innen für Malente). Als „kluge Entscheidung“ wertete Holger Bröhl (FWM) den Schritt. „In der Gemeindevertretung wären sonst vielleicht wieder viele unnütze und böse Worte gefallen.“

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