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Ostholsteiner Anzeiger

18. Dezember 2017 | 14:01 Uhr

Managementplan für Schwentine weckt Bedenken

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kasseedorf: CDU und WUB kritisieren die Informationspolitik der Bürgermeisterin / Gemeindevertretung entscheidet erst im Juni

von
erstellt am 26.Apr.2015 | 11:52 Uhr

Die Terminfolge und die Verbindlichkeit der Managementplanung für das europäische Schutzgebiet „Obere Schwentine“ sorgen weiter für Diskussionen in den Gremien der Gemeinde Kasseedorf. Nachdem CDU und WUB der Bürgermeisterin Regina Voß (SPD) Ende April in Sagau eine hinhaltende und wenig sorgsame Informationspolitik vorgehalten hatten, ging es im Bauaussschuss am Dienstag deutlich ruhiger zur Sache.

Im Kern dreht sich die Debatte um den Entwurf des Managementplanes, den Carsten Burggraf vom Verein „Wasser, Otter, Mensch“ nach mehreren Gesprächsrunden mit Grundeigentümern und fachlich Betroffenen entwickelt hat. Darin sind diverse Maßnahmen aufgeführt, um die Schutzziele für das FFH-Gebiet und angrenzende Flächen zu erreichen. Ursprünglich endete die Frist für eine Stellungnahme der Gemeinde dazu am Sitzungstag in Sagau, ohne dass vorher der Bauausschuss das Thema beraten hatte. CDU und WUB monierten damals, dass verschiendene Punkte durch ihren zum Teil bindenden Charakter weitreichende Konsequenzen für die Gemeinde haben könnten. Sie kritisierten, dass die Bürgermeisterin die Unterlagen dazu fast drei Wochen lang nicht weitergereicht habe. Voß verteidigte sich damit, dass alle Betroffenen doch Bescheid gewusst hätten und sie mündlich eine Fristverlängerung mit Burggraf vereinbart habe.

Auf Nachfragen von Ausschussmitgliedern zu einer Aufforstungsfläche am Ostpreußenweg räumte Burggraf ein, dass der Vorschlag dazu im Managementplan, standortgemäße Gehölze an Stelle von Fichten zu pflanzen, für die Gemeinde bindend werden könne. Das letzte Wort beim Managementplan habe die Landesregierung, ihre Festlegungen würden dann behördenverbindlich.

Vor diesem Hintergrund meldete der Ausschuss mehrere Korrekturen an Burggrafs Entwurf an. So soll die Papierkoppel als Äsungsfläche für Gänse stärker herausgehoben werden, damit die Badestelle am Stendorfer See gänsefrei bleibt. Gestrichen werden soll die Verpflichtung zum Anschluss an die zentrale Kanalisation für Fälle, in denen die Entwässerung neu zu regeln ist. Die Schlussfassung der gemeindlichen Stellungnahme erfolgt am 23. Juni.

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