Malentes Zukunft im Fokus

Im Dialog mit den Besuchern tauschten sich Bürgermeisterin Tanja Rönck (links) und Birgit Boller über die Zukunftsperspektiven der Gemeinde aus.
Im Dialog mit den Besuchern tauschten sich Bürgermeisterin Tanja Rönck (links) und Birgit Boller über die Zukunftsperspektiven der Gemeinde aus.

Bürgermeisterin Tanja Rönck informierte über Städtebau-Pläne / Zwei Agenturen sollen Konzept für das Ortszentrum entwickeln

shz.de von
07. Mai 2018, 13:01 Uhr

Nach der Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ bot die Gemeinde am Sonnabend eine Informationsveranstaltung im Kurpark an. Bürgermeisterin Tanja Rönck und Mitarbeiterin Birgit Boller, die das Projekt „Malente 2030“ koordiniert, standen den Bürgern in der Liegehalle vier Stunden lang für Fragen rund um die Zukunft der Gemeinde zur Verfügung.

„Ich möchte vor allem Transparenz schaffen und mit Gerüchten aufräumen“, betonte Tanja Rönck, die sich Zeit für jeden einzelnen Besucher mit einer konkreten Frage nahm. „Die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm ist vor allem deshalb wichtig für die Entwicklung Malentes, weil dadurch Planungen und Baumaßnahmen der Gemeinde zu zwei Dritteln mit Mitteln von Bund und Land bezuschusst werden können“, fasste sie zusammen.

Das Programm sei auf mehrere Jahre angelegt und erfordere zunächst eine umfassende Bestandsaufnahme. „Bei der Ausschreibung hat sich die BIG Städtebau GmbH in Kooperation mit der EBP Deutschland GmbH durchgesetzt“, gab Tanja Rönck bekannt. Ein Jahr lang haben die Unternehmen nun Zeit, ein Konzept für die Entwicklung des Ortszentrums zu erarbeiten. „Im Anschluss wollen wir so schnell wie möglich so viele Ideen wie möglich aus dem Zukunftsprozess „Malente 2030“ umsetzen – wenn die Politik mitmacht“, sagte Tanja Rönck, die bereits seit ihrer Wahl vor zwei Jahren mit Birgit Boller an verschiedenen Projekten arbeitet. „Dabei denken wir vernetzt. Themen wie Mobilität, Wirtschaft und Wohnsituation stehen in wechselseitigen Beziehungen zueinander“, erklärte Tanja Rönck.

In Malente habe sich bereits viel verändert, berichtete auch Birgit Boller, die seit über 25 Jahren für die Gemeinde arbeitet. So habe sich zum Beispiel eine Gruppe Jugendlicher gefunden, die sich in zwangloser Atmosphäre bei einem Stück Pizza über eigene Zukunftswünsche austausche. „Die jungen Menschen stehen außerdem über ihre Smartphones miteinander in Kontakt und treffen sich mit mir, sobald sie Anregungen haben“, beschrieb Tanja Rönck die Zusammenarbeit. „Larp“-Treffen, bei denen die Teilnehmer in die Rolle eines fiktiven Charakters schlüpften, seien ein Ergebnis dieses Austausches. „Die Veranstaltung in Kooperation mit dem CJD kam bei den Jugendlichen gut an“, sagte die Bürgermeisterin. Beliebt sei auch das „Battle of the Bands“, bei dem in diesem Sommer erneut junge Nachwuchsmusiker aus der Region im Kurpark gegeneinander antreten sollten.

Ruth Holzapfel (52) aus Malente besuchte die Veranstaltung vor allem, weil sie sich für Wohnprojekte in der Gemeinde interessiert. „Mir würde vor allem ein Mehrgenerationenhaus gefallen“, erklärte sie. Für Getränke, Kuchen und Bratwürstchen sorgte der Abitur-Jahrgang der Beruflichen Schule Eutin. Ab 16 Uhr gab es außerdem ein Konzert des Shanty Chors „Eutiner Wind“.

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