Malentes Chancen sind deutlich gestiegen

Bewerbung für bundesweites Forschungsvorhaben

shz.de von
21. Mai 2015, 16:36 Uhr

Zunächst schien die Bewerbung nicht als mehr als ein netter Versuch. Die Gemeinde Malente gehörte zu 950 Kommunen, die für ein bundesweites Forschungsvorhaben in Frage kamen, bei dem die „Potenziale von Kleinstädten in peripheren Lagen“ ausgelotet werden sollten. Doch nun ist die erste Hürde genommen, und die Teilnahme Malentes scheint zum Greifen nah.

76 Kommunen hätten sich darum beworben, Modellvorhaben zu werden, teilte Bürgermeister Michael Koch mit. Zwölf dieser Kommunen seien nun in der engeren Wahl, darunter Malente. Die Chance, auch die letzte Hürde zu überspringen, scheint gar nicht mal so klein. Denn aus der nun getroffenen Vorauswahl sollen voraussichtlich am 25. Juni acht Vorhaben abschließend ausgewählt werden.

Bei dem Vorhaben sollen Erkenntnisse für die Stadtentwicklung in Deutschland gesammelt werden. Es beschäftigt sich mit Kernfragen wie etwa, ob es in einer Kommune unentdeckte Entwicklungspotenziale gibt, wie sich ein Abwärtstrend umkehren oder positive Entwicklungen stabilisieren ließen.

Die Gemeindevertretung hatte bei ihrer jüngsten Sitzung am 23. April den Weg für eine Beteiligung durch einen einstimmigen Beschluss geebnet. „Innerhalb von drei Wochen ist es einem kleinen Team im Rathaus gelungen, die Antragsunterlagen zu erstellen“, berichtete Koch. Der Verwaltungschef lobte auch das Engagement von Bürgern, die sich durch Unterstützungsaussagen für das Antragsverfahren für ihre Gemeinde stark gemacht hätten. „Wir haben für unsere Bewerbungsunterlagen nur wenige Bürgerinnen und Bürger ansprechen können. Ich habe keine Absage erhalten“, erklärte Rathaus-Mitarbeiterin Birgit Boller, die die Antragsunterlagen mit erarbeitet hat.

„Wir hoffen nun, dass wir auch die letzte Hürde nehmen und zu den voraussichtlich acht Vorhaben gehören, die abschließend ausgewählt werden“, sagte Koch. Das Vorhaben sei nicht nur eine ideale Ergänzung zum geplanten integrierten Gemeindeentwicklungskonzept (Igek). Da es sich um ein bundesweites Forschungsvorhaben handele, sehe er bei einer Teilnahme Malentes auch Ideen und Synergie-Effekte für die Region.

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