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Ostholsteiner Anzeiger

17. August 2017 | 21:52 Uhr

Malenter Wasser wird deutlich teurer

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Gemeindewerke erhöhen den Grundpreis um 34,80 auf 112,80 Euro

Die Malenter müssen für ihr Leitungswasser im nächsten Jahr tiefer in die Tasche greifen. Der Werkausschuss lehnte zwar am Mittwochabend einmütig ein vom Leiter der Gemeindewerke, Olaf Bennühr, vorgeschlagenes neues Gebührenmodell ab. Doch der Grundpreis soll nun um 34,80 Euro auf den höchsten Stand in der Geschichte der Gemeindewerke steigen – von jährlich 78 auf 112,80 Euro. Der Kubikmeterpreis bleibt unverändert bei 1,93 Euro. So lautet die Beschlussempfehlung für die Gemeindevertretung.

Single-Haushalte in Einfamilienhäusern werden durch die nun beschlossene Regelung prozentual am stärksten belastet. Bei einem Verbrauch von 40 Kubikmetern steigt der Endpreis um satte 22,4 Prozent von bislang 155,20 Euro auf 190 Euro jährlich. Deutlich geringer fällt die Preiserhöhung für eine vierköpfige Familie mit 160 Kubikmetern Wasserverbrauch aus. Für sie steigt der Preis um 9,0 Prozent von 386,80 Euro auf 421,60 Euro.

Mit einer nach Verbrauch gestaffelten Grundgebühr und einem deutlich niedrigeren Kubikmeterpreis wollte Bennühr eigentlich genau das Gegenteil erreichen. Kleine Haushalte, die bislang – pro Person betrachtet – ohnehin schon mehr zahlen, sollten entlastet und der Preisvorteil für größere Haushalte abgeschmolzen werden.

Doch für eine solche Gebührenreform mochte sich keine Fraktion erwärmen. Allerdings scheint das Thema nicht völlig vom Tisch zu sein: „Nächstes Jahr ist das Wasserwerk Benz fertig, dann bietet sich eine neue Kalkulation an“, erklärte Klaus Schützler (CDU) und fand die Zustimmung von Erich Eichhorn (FDP).

Hintergrund der Preiserhöhung ist ein hoher Investitionsbedarf im Wasserwerk Benz. Außerdem muss eine Unterdeckung aus dem Jahr 2015 in Höhe von rund 41  500 Euro aufgefangen werden.

Vehement wehrte sich Bennühr gegen die von den „Bürger-innen für Malente“ geforderte Berechnung des Wasserpreises allein auf Basis des Verbrauchs, also ohne eine Grundgebühr, wofür auch Andreas Hillesheim (SPD) eine gewisse Sympathie äußerte. „Dann landen wir in einer Preisspirale, die nicht mehr aufhört“, warnte Bennühr. Der Kubikmeterpreis müsste dann auf 2,56 Euro steigen.

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erstellt am 08.Dez.2016 | 12:24 Uhr

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