Malenter lernen in Europa

Sind die ersten mit einem Europass an der Gemeinschaftsschule (v.l.): Janina, Anna, Katharina, Tabea, Deirdre und Levke.
Sind die ersten mit einem Europass an der Gemeinschaftsschule (v.l.): Janina, Anna, Katharina, Tabea, Deirdre und Levke.

Unikum für Gemeinschaftsschule: Schule an den Auewiesen reist in fünf Länder / Regenerative Energien im Fokus

shz.de von
16. Juli 2015, 20:49 Uhr

Wie funktionieren regenerative Energien eigentlich in anderen Ländern?
Das neue Erasmus-Plus-Programm hat genau das im Fokus und schickt Schüler aus Deutschland auf Rundreise innerhalb Europas, um dieser Frage auf den Grund zu gehen.

„Fast 300 Projekte wurden im Rahmen dieses neuen Programms beantragt, genehmigt jedoch nur 65 und wir sind die einzige Schule aus Schleswig-Holstein und freuen uns riesig“, sagte Astrid Fock, stellvertretende Schulleiterin der Gemeinschaftsschule an den Auewiesen. Zusammen mit sechs ausgewählten Schülern des Wahlpflichtkurses „Regenerative Energien“ besuchte sie bereits die türkische Stadt Kizicahaman und lernte an dem Ort mit zahlreichen Thermalquellen etwas über Geothermie und „wie die Wärme aus der Erde besser genutzt werden kann“.

Im Herbst geht es mit anderen Schülern der Oberstufe nach Rumänien, um etwas aus erster Hand über Wasserkraft zu erfahren. 2016 wird die Partnerstadt des Kreises Ostholstein in Finnland besucht sowie Polen. Fock: „2017 kommen dann alle zu uns und erfahren etwas über Solarenergie. Auch wenn wir hier gerade nicht so viel Sonne haben, ist Deutschland führend in der Branche.“ Und genau darum gehe es: Von den Experten im Austausch mit anderen Nationen lernen. Die Projektsprache ist Englisch, geschlafen wird in Gastfamilien, um neben der Wissensflut über regenerative Energien auch gleich noch etwas über die jeweilige Kultur zu erfahren. Was hat den Schülern gefallen? Anna (16): „Wir sind super herzlich aufgenommen worden und haben einen guten Einblick in Land und Leute erhalten.“ Und auch in den nicht Englisch sprechenden Gastfamilien wussten sich die Schüler zu helfen. „Mit einer Übersetzer-App per Smartphone klappt das schon.“ Jetzt bekamen
die sechs ersten Reisenden
einen Europass, der „europaweit anerkannt ist“, wie Fock sagt. Der Europass gibt Auskunft über das Projekt, die
erreichten Lernziele und
die Englischkenntnisse und kann, so Fock, ein weiterer Pluspunkt in den Bewerbungen sein.

Neben der Teilnahme am Erasmus-Plus-Programm strebt die Schule an den Auewiesen auch den Titel Europaschule an. Doch das ist ein Ziel, das im nächsten Jahr erreicht werden soll.

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