zur Navigation springen

Malenter Kurverwaltung rechnet mit einem Minus von 620 000 Euro

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Mit einem Jahresverlust über 620  000 Euro plant die Kurverwaltung für 2017. Der Wirtschaftsplan, den die Gemeindevertretung in der jüngsten Sitzung absegnete, geht von Erträgen von rund 530  000 Euro aus, die Aufwendungen von 1,15 Millionen Euro gegenüber stehen. Niedriger als geplant fiel der Jahresverlust 2015 aus. Er lag bei rund 436  000 Euro und wird aus Haushaltsmitteln der Gemeinde ausgeglichen.

Weitere Meldungen aus der umfangreichen Sitzung der Malenter Gemeindevertretung:

Die Gebühr für den Malenter Seniorenpass wird jetzt auf Basis einer Entgeltordnung erhoben, der die Gemeindevertretung jetzt zugestimmt hat. Anders, als es zunächst im Gespräch war, soll sich an der Höhe der Gebühr von 10 Euro bis auf Weiteres nichts ändern.

Ohne weitere Aussprache hat die Gemeindevertretung einem Kooperationsvertrag zwischen der Gemeinde und dem Verein „Bürgerbus Malente“ zugestimmt. Der Vertrag soll den Betrieb des Bürgerbusses verbindlich und rechtssicher regeln, hieß es in der Vorlage der Verwaltung. Er regelt Aufgaben der Gemeinde und des Vereins sowie Regeln der Zusammenarbeit. Er läuft vorerst für mindestens fünf Jahre. Der Bürgerbus soll, wie berichtet, ab Montag, 9. Januar, um 9.17 Uhr seinen Betrieb aufnehmen. Dafür stehen 21 ehrenamtliche Fahrer bereit.

Die Malenter Feuerwehren müssen ihre Kameradschaftskassen ab 2017 auf Grundlage einer „Satzung für Sondervermögen der Gemeinde Malente für die Kameradschaftspflege der Freiwilligen Feuerwehr“ führen. Der Umsetzung dieser Vorgabe des Innenministerium hat die Gemeinde Malente jetzt zugestimmt. Für die acht Ortswehren bedeutet dies, dass sie der Verwaltung künftig Einnahme- und Ausgabepläne vorlegen müssen. Anschaffungen von Ausrüstungsgegenständen aus der Kameradschaftskasse sollen damit künftig nicht mehr möglich sein.

Die Gemeinde schlägt eine Nachforderung aus Gewerbesteuern für das Jahr 2014 in Höhe von rund 86  000 Euro zuzüglich Zinsen in Höhe von rund 2600 Euro nieder. Diesem Beschlussvorschlag stimmte die Gemeindevertretung zu. Der Firmeninhaber war 2015 verstorben, der Nachlasspfleger fand bislang keine Erben. Die Niederschlagung dient vor allem dem Grundsatz der Haushaltswahrheit, da nicht mehr damit zu rechnen ist, dass die Forderung noch eingetrieben werden kann. Ein grundsätzlicher Verzicht ist damit nicht verbunden.

Die Mitgliedschaft der Gemeinde im Verband „Ostsee Holstein Tourismus“ (OHT) wird gekündigt, ihre Mitgliedschaft wird künftig durch die Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz (TZHS) wahrgenommen. Diesem von der TZHS angeregten Beschlussvorschlag stimmte die Gemeindevertretung mit 18 zu zehn Stimmen zu.

Eine Überraschung hatte Bürgermeisterin Tanja Rönck zum Thema Obdachlosenunterkunft bereit. Eigentlich sollten die Gemeindevertreter über eine Gebührensatzung für eine reaktivierte Wohnung in der Malkwitzer Dorfstraße entscheiden. Doch die Verwaltungschefin zog die Vorlage zurück. Sie wolle versuchen, einen anderen Weg zu finden, um Bedürftigen Obdach zu schaffen, erklärte Rönck. Denn die 23 Quadratmeter große Wohnung sei aus ihrer Sicht nicht würdig, um dort jemanden wohnen zu lassen.

zur Startseite

von
erstellt am 28.Dez.2016 | 11:24 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen