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Ostholsteiner Anzeiger

17. August 2017 | 04:08 Uhr

Malenter Karren steckt weiter fest

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Krisengespräch über Zukunft des Tourismus blieb ohne greifbares Ergebnis

Ohne Ergebnis blieb ein „Krisengespräch“ über die künftige Tourismuspolitik, zu dem Bürgermeister Michael Koch die Fraktionsvorsitzenden Montag geladen hatte. Koch: „Ich habe die Fraktionen gebeten, sich nunmehr zunächst einmal intern über die Frage zu verständigen, wie es weitergehen soll.“

Die Fronten sind also unverändert, nachdem ein neuer Dienstleistungsvertrag mit der Glücksburg Consulting Group (GLC) am Donnerstag mit 13 zu zwölf Stimmen in der Gemeindevertretung abgelehnt worden war. Dies war überraschend, nachdem es im Ausschuss am Abend zuvor noch eine Mehrheit für eine weitere Zusammenarbeit mit der GLC gegeben hatte.

Zurzeit ist völlig offen, wer am 1. Januar die seit zehn Jahren von GLC erledigten Aufgaben wie Tourist-Info, Zimmervermittlung, Veranstaltungen sowie Erhebung von Kurabgaben übernehmen soll. Und Bürgermeister Koch will auf jeden Fall in der nächsten Sitzung des Tourismusausschusses am 20. November geklärt haben, wie
es mit dem unbeendeten
Vergabeverfahren weitergehen soll.

Im selben Atemzug hat Koch angekündigt, dass er mit der Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz erst sprechen werde, wenn er „einen inhaltlich konkreten Verhandlungsauftrag durch die Fraktionen“ erhalte. „Dieses ist nicht geschehen, so dass ich bis auf weiteres alle Gespräch mit der Tourismuszentrale über die Mitgliedschaft der Gemeinde Malente zurückgestellt habe.“ Gleiches gelte für ein Gesprächsangebot der Malenter Wirtschaftsvereinigung. Deren Vorsitzender Michael Kühn hatte in einem Schreiben eine Neuausrichtung des touristischen Marketings begrüßt und ein Angebot zur Zusammenarbeit mit der Verwaltung und „den politischen Vertretern“ erneuert.

Der Bürgermeister vermittelt nicht den Eindruck, dass er an eine schnelle Lösung glaubt: „Nach meinem Eindruck liegen die Fraktionen in der Frage des touristischen Marketings nach Monaten einvernehmlichen Handelns so weit auseinander wie schon lange nicht mehr.“

Dagmar Nöh-Schüren, Fraktionsvorsitzende der Grünen und Gegnerin eines Vertrages mit der GLC, legte unterdes gestern nach: Die Kommunalaufsicht teilt ihre Einschätzung, dass die Kurabgaben-Praxis bei den Kliniken unzulässig ist. Seite 4

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erstellt am 04.Nov.2014 | 10:59 Uhr

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