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Ostholsteiner Anzeiger

22. November 2017 | 21:37 Uhr

Malente will Strom und Gas verkaufen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Gemeinde plant Gründung einer GmbH / Marktstart bereits ab März 2018

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2017 | 16:53 Uhr

Regionale Produkte liegen im Trend. Das will sich Malente zunutze machen. Die Gemeinde plant die Gründung einer GmbH, um im Strom- und Gasmarkt mitzumischen. Angesiedelt werden soll das Unternehmen bei den Gemeindewerken. Diesem Vorschlag von Bürgermeisterin Tanja Rönck und Gemeindewerke-Chef Mario Lüdemann hat der Werkausschuss in dieser Woche einmütig zugestimmt. Lüdemann, der vor seinem Job in Malente bei den Stadtwerken Neumünster im Vertriebsmanagement tätig war und das Geschäft daher kennt, soll schnellstmöglich den Entwurf eines Gesellschaftervertrags sowie eine Wirtschaftlichkeitsrechnung vorlegen.

Die Strom- und Gasvermarktung soll im Idealfall bereits im März 2018 starten. Im Blick hat Lüdemann vor allem die etwa 3400 Kunden, die von den Gemeindewerken mit Wasser versorgt werden. „Unsere Kunden schätzen die Ansprechbarkeit vor Ort und den Kundenservice“, betont er. Jeder könnte potenziell auch mit Strom versorgt werden, etwa 1000 von ihnen seien auch mögliche Abnehmer für Erdgas.

Der Einstieg in Strom und Gas biete die Chance, mittel- und langfristig die Erträge zu steigern und Arbeitsplätze zu schaffen. Die Abrechnung soll zwar an einen Dienstleister aus der Region abgegeben werden, doch zumindest eine halbe Stelle ist von Beginn an geplant. „Wir wollen das machen, weil es sich rechnet“, erläutert Tanja Rönck, die darin einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung sieht. Zunächst muss die Gemeinde aber Geld in die Hand nehmen. Zu 25  000 Euro Stammkapital für die GmbH kommen Beratungskosten von rund 5000 Euro.

Boni für Neukunden soll es nicht geben. Aber: „Wir werden wettbewerbsfähige und faire Preise haben“, kündigt Lüdemann an. Sie werden auf jeden Fall unterhalb des Grundversorgungstarifs der Eon liegen. Punkten will die Gemeinde auch damit, dass sie ausschließlich auf Ökostrom setzt. „Wir werben mit der Natur“, sagt Rönck. Da passe es nicht, konventionell erzeugten Strom zu verkaufen.

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