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Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 00:01 Uhr

Malente ringt um Tourismus-Lösung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Dicke Luft im Ausschuss wegen Vermarktungsstrategie / Heute Gemeinderat

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2014 | 17:05 Uhr

Einen bösen Vorgeschmack auf die heutige Sitzung der Malenter Gemeindevertretung lieferten die Diskussionen gestern Abend im Tourismus-Ausschuss: Nach über dreieinhalb Stunden war nach viel Streiterei am Ende kaum zu erkennen, welche Entscheidungen über die künftige touristische Vermarktung des Kneippheilbades große Mehrheiten finden werden.

Auf der Tagesordnung heute im Kursaal ab 17 Uhr steht ein Beschluss über einen erneuten Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Glücksburg Consulting (GLC). Ein Antrag der Grünen, diesen Vertragsentwurf als nicht übereinstimmend mit den Leistungsanforderungen der gemeindlichen Ausschreibung zu erklären, wurde im Ausschuss abgelehnt.

Das Ergebnis war aber fast Nebensache angesichts des hitzigen Klimas bei den Beratungen. Persönliche Angriffe und Beleidigungen, Haarspaltereien und Rechtfertigungen ließen die Stimmung im Kursaal hochkochen. Dabei spielten die Grünen-Fraktionsvorsitzende Dagmar Nöh-Schüren, CDU-Vetreter Uwe Potz (CDU) und Bürgermeister Michael Koch die Hauptrollen, sie lieferten sich für Ausschussmitglieder wie für die Zuschauer einen verwirrenden, teilweise lautstarken Schlagabtausch.

Im Grundsatz immerhin waren sich die Gemeindevertreter darüber einig, dass im Tourismus eine Ausrichtung auf die Region wichtig sei. Doch die Diskussionen ließen eine geradlinige Zielrichtung offen. Inhaltlich ging es immer wieder um zwei Tagesordnungspunkte: Zum einen um die von den Grünen beantragte Prüfung der Übereinstimmung zwischen Ausschreibung und Angebot einer lokalen Dienstleistung, zum anderen um die notwendigen Mindeststandards und Wege einer örtlichen und überörtlichen Tourismusvermarktung. Einigkeit herrschte darüber, dass Malente an einem erkennbaren Profil arbeiten müsse. Dazu informierte Potz, dass bei einer weiteren Zusammenarbeit mit der Glücksburg Consulting (GLC) vier Mal im Jahr über die Verbesserung des USP (unique selling point) – dem Alleinstellungsmerkmal – beraten werden solle. Die Entscheidung, ob GLC für weitere fünf Jahre in Malente tätig sein wird, entscheidet die Gemeindevertretung.

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