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Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 06:41 Uhr

Malente probt jetzt die Doppik

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Gemeinde führt Budgetierung für die Feuerwehr ein

Jahrelang haben die Malenter Kommunalpolitiker ihre Kontrolle über die Finanzen ausgedehnt. Nicht selten wurden bei Haushaltsberatungen Diskussionen um dreistellige Beträge geführt – und das bei einem Defizit von mehreren Millionen Euro. Damit könnte bald Schluss sein. Im Feuerwehrausschuss will die Gemeinde jetzt den Umstieg von der altbewährten kameralistischen Haushaltsführung in die Doppik proben. Das beschloss der Ausschuss mit sechs zu drei Stimmen.

Der Feuerwehr soll damit künftig ein Budget zur Verfügung gestellt werden, aus dem sie nach eigenem Ermessen Ausgaben tätigen kann. „Ob 200 oder 230 neue Handschuhe angeschafft werden, das ist dann nicht mehr unser Streit“, erklärte CDU-Fraktionschef Hans-Werner Salomon in der jüngsten Sitzung des Ausschusses. Dort hatte er den Antrag gestellt, die Haushaltsberatung zu vertagen. Statt dessen soll der Ausschuss bei der nächsten Sitzung das Ergebnis der Verhandlungen zwischen der Verwaltung und der Feuerwehrführung um Gemeindewehrführer Bernd Penter beraten und der Feuerwehr dann ein entsprechendes Budget zur Verfügung stellen.

Penter reagierte skeptisch auf den Vorschlag: „Es gibt einen Bedarf und der muss abgedeckt werden. Von daher sehe ich den Vorteil nicht“, erklärte er. Er vermutet nur eine Verlagerung des Streits, der bislang im Ausschuss geführt worden sei. „Dann habe ich das Hauen und Stechen in der Feuerwehr.“ Malente komme aber nicht mehr lange um die Budgetierung herum, erklärte Koch: „Wir müssen uns ohnehin auf den Weg machen in Zusammenhang mit der Doppik.“

Dafür sei allerdings gegenseitiges Vertrauen nötig, mahnte Koch mit Blick auf die Selbstverwaltung: „Der Wunsch, alles aufzudröseln bis zum einzelnen Tisch, kam aus der Selbstverwaltung.“ Auf keinen Fall dürfe der Haushaltsansatz so zusammengestrichen werden, dass der Brandschutz gefährdet werde. Denn dieser sei keine freiwillige Leistung.

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erstellt am 02.Okt.2015 | 20:29 Uhr

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