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Ostholsteiner Anzeiger

15. Dezember 2017 | 17:33 Uhr

Malente: Platanen müssen sofort weg

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Gutachter sieht Gefahr für Leitungen / Auch Bäume in der Lindenallee betroffen

shz.de von
erstellt am 27.Jan.2016 | 04:00 Uhr

Schon seit Ende der 1990er-Jahre kämpfen Anlieger der Bismarckstraße gegen die Platenen vor ihren Häusern. Vergeblich. Doch jetzt bringt ein Gutachten die plötzliche Wende: „Die Platanen in der Bismarckallee müssen umgehend gefällt werden“, erklärte Malentes Bürgermeister Michael Koch gestern bei einer erst am Vortag anberaumten Pressekonferenz, an der auch Vertreter der Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) und der Leiter der Gemeindewerke, Olaf Bennühr teilnahmen.

Das gleiche Schicksal droht zumindest einem Teil der rund 60 Bäume in der Lindenallee. Grund für die überraschende Ankündigung sind Beschädigungen, die Leitungen durch Baumwurzeln drohen. Ende November vergangenen Jahres hatten Arbeiter bei der Erneuerung eines Gasanschlusses in der Bismarckallee eine deformierte Gasleitung entdeckt. Daraufhin beauftragte die Netz AG einen Gutachter. Er sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Bäume in der Bismarckstraße umgehend und in der Lindenallee innerhalb eines Jahres gefällt werden müssten, sagte Koch.

Bei einer wegen der deformierten Leitung außerplanmäßig angesetzten Kontrolle in der Bismarckstraße stießen Mitarbeiter der Netz AG außerdem auf ein Leck. „Auf Höhe des Hauses Nr. 6 ist leichter Gasaustritt vorhanden, da ist sofortiges Handeln nötig“, sagte Koch. Daher soll die betreffende Platane bereits heute gefällt werden. Eine Fällgenehmigung des Kreises Ostholstein liege seit dem 22. Januar vor, sagte Koch. Für die übrigen Platanen habe der Kreis eine Fällgenehmigung kurzfristig in Aussicht gestellt.

Morgen will SH Netz den beschädigten Rohrabschnitt erneuern und die Anschlüsse zu den Häusern Nr. 3 und Nr. 6 sanieren. Eine Gefahr für die Anwohner gehe von dem Leck, das 8,70 Meter vom nächsten Gebäude entfernt liege, nicht aus, bekräftigten Gemeinde und Netz AG. Im Freien verflüchtige sich Erdgas schnell, da es leichter sei als Luft. Seite 4

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