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Ostholsteiner Anzeiger

19. November 2017 | 04:28 Uhr

Malente macht bald Marketing mit „Mats“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bürgermeisterin soll Malenter Tourismus- und Service-GmbH (Mats) gründen

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2017 | 11:50 Uhr

Die Gemeinde Malente hat einen weiteren Schritt unternommen für ein neues Tourismus-Marketing, wenn der bisherige Dienstleister GLC den Ort 2018 verlässt. Nach intensiv und teils hitzig geführter Diskussion beschloss der Hauptausschuss am Dienstagabend, die neue Tourismus- und Service-GmbH auf den Weg zu bringen. Dafür stimmten die Vertreter der gemeinsamen Fraktion von SPD und Grünen, Freie Wähler und Bürger-Innen für Malente, dagegen votierte die CDU. Die FDP enthielt sich.

Der Ausschuss, der in dieser Besetzung erstmals tagte und von CDU-Fraktionschef Uwe Potz geleitet wurde, beauftragte Bürgermeisterin Tanja Rönck, die GmbH schnellstmöglich eintragen zu lassen, und beschloss den Gesellschaftervertrag sowie weitere rechtlich notwendige Schritte. Künftig wird mit Kosten von 250  000 Euro jährlich gerechnet. Auf Zustimmung stieß Tanja Röncks Idee, die Malenter Tourismus- und Service-GmbH mit „Mats“ abzukürzen. Das klinge besser als „MTS“, was etwa FDP-Fraktionschef Wilfred Knop eher an eine Motorradmarke denken ließ.

Massive Kritik am vorgelegten Gesellschaftervertrag übte Hans-Werner Salomon (CDU). Der Vertrag räume der Bürgermeisterin eine zu große Machtfülle ein, monierte Salomon. So könne sie als Gesellschafterin dem Aufsichtsrat, also dem Tourismusausschuss, Weisungen erteilen. „Mit diesem Vertrag verabschiedet sich die Selbstverwaltung von jeglichem Einfluss, was die touristische Zukunft Malentes betrifft“, warnte Salomon.

Knop machte zwar ebenfalls zahlreiche Einwände geltend, sah seine Bedenken aber nach entsprechenden Zusagen von Tanja Rönck als ausgeräumt an. Die von Salomon heraufbeschworene Gefahr einflussloser Gemeindevertreter teilte Knop nicht. Er verwies auf die Gemeindeordnung: „Wir können der Bürgermeisterin jederzeit Weisungen erteilen.“

Mit den von Tanja Rönck zugesagten Änderungen mochte sich die CDU nicht zufrieden geben. Potz pochte auf eine Vertagung. „Wenn ich über einen Vertrag abstimmen soll, will ich auch die endgültige Fassung.“ Dazu kam es nicht, nachdem Knop die Situation auf den Punkt gebracht hatte: „Wir liegen rechtlich nicht auseinander, nur politisch.“ Daran ändere eine Vertagung jedoch nichts.

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