Malenter Jugendherberge : „Malente ist unser bestes Grundstück“

Zwei Tagungsräume wurden angebaut angebaut.
Zwei Tagungsräume wurden angebaut angebaut.

Mit einem Festakt wurde in der Jugendherberge Malente am Ufer des Kellersees eine fast zwei Millionen Euro teure Modernisierung und Erweiterung gefeiert. Zwei Tagungsräume und Familienzimmer sind entstanden.

shz.de von
11. November 2013, 04:00 Uhr

Mit einem Anbau und umfangreicher Modernisierung ist die Jugendherberge Malente für die Zukunft fit gemacht worden. Mit einem Festakt und rund 100 Gästen feierte der Landesverband Nordmark des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) den Abschluss der Bauarbeiten.

„Die direkt am Kellersee liegende Jugendherberge ist das beste Grundstück, das wir im Landesverband haben“, beteuerte Angela Braasch-Eggert, Vorsitzender des DJH-Landesverbandes. Bis in die 1990er Jahre hinein sei das Konzept der Jugendherberge richtig gewesen. Mit einer Öffnung für andere Gästegruppen zu Beginn des neuen Jahrtausends habe sich der Anspruch der Räumlichkeiten, der sanitären Anlagen und des Services aber geändert.

Der Umbau von sieben Räumen zu Familienzimmern mit eigenem Bad und ein Anbau mit zwei Tagungsräumen von rund 300 Quadratmetern Fläche im Unter- und Obergeschoss sei mit Blick auf immer wichtiger gewordenen Gruppen erfolgt: Familien und auch Musikgruppen. Außerdem seien knapp 1000 Quadratmeter modernisiert worden, darunter Eingang und Rezeption, Speiseraum, Küche und Personalräume. Ferner seien sicherheitsrelevanten Maßnahmen wie eine neue Brandmeldeanlage und der Bau von zwei Rettungswegen umgesetzt worden.

Das Leitungsnetz der in den Jahren 1956, 1962 und 1971 erbauten und erweiterten Anlage sei eine Herausforderung gewesen und habe teilweise komplett erneuert werden müssen. Umso mehr bekundete der Geschäftsführer des Landesverbandes, Helmut Reichmann, seine Zufriedenheit, dass der Kostenplan nicht überschritten worden sei.

„Die fünf Jugendherbergen in Ostholstein sind nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Kommunen, sie sind auch ein Stück Wirtschaftsförderung in die Zukunft“, betonte Kreispräsident Ulrich Rüder. Das sei auch für Ostholstein von großem Vorteil, da der Kreis zu den tourismusintensivsten Regionen Deutschlands zähle.

2012 seien rund 156 000 Übernachtungen in den Jugendherbergn registriert worden. Rüder gab zu verstehen, dass es der Kreis begrüßen würde, wenn in absehbarerer Zeit eine neue Jugendherberge in Eutin gebaut würde.
„Die Malenter Jugendherberge hat sich in den letzten fast sechs Jahrzehnten zu einem wichtigen Teil der Jugendhilfe und dem Jugendtourismus im Kreis Ostholstein entwickelt“, sagte Malentes Bürgermeister Michael Koch. Dafür sprächen gute 23 000 Übernachtungen im jahr.

Dem Landesverband wollte Koch keine Hoffnung machen, dass der Wunsch nach einer befestigten Zufahrt erfüllt werden könnte: Für einen Ausbau der Straße fehle der Gemeinde das Geld. Gute Aussichten bestünden aber dafür, die Straßenbeleuchtung bis zur Jugendherberge zu erweitern.

„Ohne die Zuwendung des Landes hätten wir keine Investition dieser Größenordnung tätigen können“, betonte Angela Braasch-Eggert. An den Baukosten von insgesamt rund 1,9 Millionen Euro beteiligte sich das Land mit 576 000 Euro.

„Jugend-Tourismus ist ein Megatrend“, sagte Dr. Silke Duda vom Kieler Sozialministerium. Sie vertrat Ministerin Kristin Alheit, die nach Berlin zu den Koalitionsverhandlungen fahren musste. Duda berichtete, dass die Landesregierung „gepowert“ habe, um Fördergelder aus dem Europäischen Sozialfonds für Jugendbildungs- und Freizeitstätten sowie Jugendherbergen von bis zu sechs Millionen zu erhalten. Für die Jahre 2014 bis 2016 sehe es gut aus. Angela Braasch-Eggert nannte das zuversichtliche Aussagen. Denn der Landesverband wolle in einem zweiten Bauabschnitt weiter in die Malenter Jugendherbere investieren.











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