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Malente: GLC kommt drohender Kündigung zuvor

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Touristischer Dienstleister kommt drohender Kündigung durch Gemeinde zuvor

Die Zeichen standen bereits auf Scheidung. Doch nun kam das Ende mit einem Knalleffekt. Gestern morgen landete ein Schreiben von GLC Glücksburg Consulting auf dem Schreibtisch der Malenter Bürgermeisterin Tanja Rönck. Darin kündigte der touristische Dienstleister die Zusammenarbeit mit der Gemeinde auf.

„Obgleich das Jahr 2016 eines der erfolgreichsten touristischen Jahre seit Beginn ihrer Tätigkeit ist, kündigt die GLC AG den laufenden Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Gemeinde Malente fristgerecht“, erklärte Prof. Martin Weigel, Chef des Hamburger Unternehmens, gestern in einer Pressemitteilung. Regulär wäre der Vertrag noch bis Ende 2019 gelaufen, nun ist Ende 2017 Schluss. Die beiderseitige Ausstiegsklausel war Ende 2014 nach langem Hin und Her in den Vertrag aufgenommen worden. Die Verträge mit den Vermietern seien von der Kündigung unberührt.

Weigel zeigte sich entnervt vom Gebaren der Vertragspartnerin. Grund für die Kündigung seien der Ablauf der Gemeindevertretersitzung vom 9. November sowie die jüngsten Äußerungen der Malenter Bürgermeisterin Tanja Rönck. „Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Gemeinde Malente ist leider nach mehr als zwölf Jahren erfolgreicher Tätigkeit nicht mehr möglich.“

Rönck hatte bei ihrer 100-Tage-Bilanz offen für eine Kündigung votiert. Ein erster Anlauf in der Gemeindevertretung scheiterte, weil die GLC-Gegner angesichts einer an diesem Tag fehlenden Mehrheit die Sitzung platzen ließen. „Wenn in einer Gemeindevertretersitzung Entscheidungen torpediert werden, indem die in der Minderzahl anwesenden Befürworter einer vorzeitigen Kündigung die Sitzung verlassen, um eine Abstimmungsniederlage über ihren eigenen Antrag zu vermeiden, zeigt dies, auf welch tönernen Füßen diese politische Strategie steht“, kritisierte Weigel.

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erstellt am 19.Dez.2016 | 22:27 Uhr

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