Majestätischer Flieger auf der Jagd

Erwischt!  Ausdauer und Geschick ist nötig, um den Seeadler beim Greifen seiner Beute abzulichten, wie es hier dem Malenter Naturfotografen Manfred Philipp gelungen ist.
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Erwischt! Ausdauer und Geschick ist nötig, um den Seeadler beim Greifen seiner Beute abzulichten, wie es hier dem Malenter Naturfotografen Manfred Philipp gelungen ist.

Der Malenter Naturfotograf Manfred Philipp hat sich auf die Lauer gelegt und fantastische Bilder vom Seeadler geschossen

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26. Juni 2014, 16:00 Uhr

Seeadler sind wohl die größten, kräftigsten und prächtigsten Greifvögel, die es bei uns gibt. Mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,40 Metern, einem prächtigen Schnabel, den eindrucksvollen Greiffüßen und dem starren Blick bieten Seeadler ein prächtiges Erscheinungsbild. Mit den sprichwörtlichen Adleraugen ist es ihnen möglich, auch kleine Beutetiere bereits aus mehreren Kilometern Entfernung zu erkennen.

Seeadler jagen vorwiegend Fische, Wasservögel und Niederwild. Wenn es sein muss, wird aber auch vor einem Fuchs nicht Halt gemacht. Von einem Ansitz aus oder im Suchflug aus großer Höhe halten sie Ausschau nach allem, was da schwimmt, kreucht und fleucht.

Die Seeadlerpopulation war bei uns in Schleswig-Holstein bereits nahezu ausgerottet. Durch gesetzliche Regelung, einen aktiven Seeadlerschutz sowie die Bewachung der Horste während der Eiablage und der Aufzucht der Jungvögel, ist es inzwischen gelungen, die Population zu stabilisieren und in einigen Gebieten sogar zu erhöhen.

Dennoch geschieht es immer wieder, dass diese majestätischen Greife durch in der Landwirtschaft vereinzelt noch ausgebrachte (verbotene) Insektizide sowie durch andere Gifte, die sie mit den Beutetieren aufnehmen, zu Schaden kommen. Hier ist insbesondere die in der Jagd noch immer verwendete Bleimunition, mit der Feldhasen, Kaninchen und anderes Niederwild regelrecht gespickt werden, zu nennen. Aber auch Giftköder, die bei der Fuchsbekämpfung Anwendung finden, richten bei Greifvögeln, die gelegentlich einen toten Fuchs finden, oft tödlichen Schaden an.

Für Naturfotografen sind Seeadler begehrte Fotoobjekte. Allerdings ist es besonders zeitaufwendig und auch schwierig, Seeadler in freier Wildbahn zu fotografieren. Am Himmel fliegend, erscheinen sie auf dem Bild nur als schwarzer Fleck und bei der Jagd, wenn man sie überhaupt beobachten kann, sind sie in der Regel zu schnell und viel zu weit entfernt. Es bedarf schon einiger Übung und erheblicher Ausdauer sowie einer gehörigen Portion Glück, um Seeadler in freier Wildbahn im Anflug oder wie hier, bei der Jagd, zu fotografieren.

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