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Ostholsteiner Anzeiger

14. Dezember 2017 | 05:21 Uhr

Mahnwache zum Weltfriedenstag

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Mitglieder des Friedenskreises Eutin erinnerten Soldaten zu Dienstbeginn vor der Rettberg-Kaserne an Opfer des Zweiten Weltkrieges

von
erstellt am 01.Sep.2014 | 13:27 Uhr

Es hat Tradition: Jedes Jahr am 1. September, dem mit Bezug zum Beginn des Zweiten Weltkriegs ernannten „Weltfriedenstag“, üben sich Mitglieder des Friedenskreises Eutin im frühen Aufstehen. Gestern begannen sie um 5.45 Uhr vor der Rettberg-Kaserne in Eutin eine Mahnwache: Gut eine Stunde lang wollten sechs Aktivisten die Frauen und Männer, die zum Dienst in die Kaserne kamen, an die Opfer des Zweiten Weltkrieges erinnern und ermahnen, „keinen verfassungsfeindlichen Parolen der politischen Elite zu folgen“, wie es Wolfgang Schiller formulierte.

Angesichts der aktuellen Entwicklung in der Ukraine, im Nahen und im mittleren Osten und nicht zuletzt nach den vorgestern beschlossenen deutschen Waffenlieferungen in ein Kriegsgebiet sind es nicht nur die Friedenskreis-Mitglieder, die fürchten, dass die Epoche der Nachkriegsära vorbei ist und stattdessen eine neue Vorkriegszeit begonnen hat.

Auf höchsten politischen Ebenen werde versucht, das Kriegsgeschäft zum normalen Bestandteil von Politik und Wirtschaft zu machen, schimpft Wolfgang Schiller. Dabei würden keinerlei Lehren aus der Erfahrung gezogen, dass mit militärischer Gewalt keine nachhaltigen und friedlichen Lösungen erreicht werden könnten.

Reaktionen von den Insassen der rund 70 Autos, die gestern Morgen die Mahnwache und das Kasernentor passierten, gab es keine – außer zwei hochgereckten Daumen, die Schiller aber nicht unbedingt als Zustimmung interpretieren möchte. Informationsblätter wurden die Friedenskreis-Mitglieder nicht los.

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