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Magen- und Darmspiegelungen jetzt rund um die Uhr

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Notfallpatienten, die unter Darmblutungen oder akuten Gallenwegserkrankungen leiden, kann jetzt in der Eutiner Sana-Klinik rund um die Uhr geholfen werden. Das Krankenhaus verfügt als neues Serviceangebot über eine 24-Stunden-Bereitschaft für Magen- und Darmspiegelungen. Neben den bisherigen Bereitschaften rund um die Uhr (Operationen, Computertomograph, Kreißsaal) könnten Patienten seit Anfang dieses Monats auch in der tiefen Nacht mit einer Proktoskopie, Gastroskopie, Koloskopie oder ERCP umfangreich und zeitnah untersucht werden, teilte die Sana-Klinik mit.

Ein neues Medizingerät sorgt nach Klinikangaben zudem für noch mehr Sicherheit zur besseren Erkennung von Krebsvorstufen und zur Stillung innerer Blutungen im Darm. Es handele sich hierbei um ein Ballon-Enteroskop mit einer zuschaltbaren Filtertechnologie (virtuelle Chromoendoskopie) im Wert von rund 60 000 Euro. Diese erst weit nach der Jahrtausendwende entwickelte Filtertechnologie ermögliche ein besseres Erkennen von Krebsvorstufen und entzündlichen Veränderungen. Mit dem Gerät sei es möglich, tief in den Dünndarm hineinzuschauen. Das Zentrum für Innere Medizin in Eutin versorgt mit 30 Ärzten im Jahr etwa 5300 Patienten stationär und etwa 1900 Patienten ambulant.

Das neue Gerät hat sich bereits bewährt: Bei einer Patientin habe im Computertomograph (CT) der Verdacht auf eine tumorbedingte Engstelle im oberen Dünndarm bestanden. Diese sei mit einem normalen Gastroskop nicht zu erreichen gewesen. „Mit dem neuen Enteroskop konnte die Stelle jedoch erreicht und eine Gewebeprobe entnommen werden“, erklärte Dr. Jonas Mudter, Chefarzt für Innere Medizin und Gastroenterologie in der Sana Klinik Eutin. Dies sei wichtig zur exakten Diagnosestellung und Behandlung der Ursache. Im Falle gutartiger Engstellen sei es auch möglich, diese mittels aufblasbarem Ballon, der durch das Enteroskop eingeführt werden könne, aufzudehnen und so eine Operation zu vermeiden.

Mit dieser Spiegelungs-Technik könnten Veränderungen oder Blutungsquellen tief im Dünndarm aufgespürt werden, die mit anderen Geräten nicht zugänglich sind. Es sei zum Beispiel möglich, mit dem Gerät Biopsien zu entnehmen und auch ganze Polypen abzutragen. Ein häufiger Grund für die Untersuchung ist die Suche nach versteckten Blutungsquellen im Dünndarm. Diese könnten mit Clips oder durch elektrische Verödung zum Stillstand gebracht werden.

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erstellt am 24.Jan.2014 | 00:34 Uhr

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