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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 05:33 Uhr

„Männer schenken aufmerksam“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Den verkaufsoffenen Sonntag nutzten Passanten zum Einkaufen oder Bummeln / Handel annähernd zufrieden mit Weihnachtsgeschäft

shz.de von
erstellt am 21.Dez.2015 | 00:34 Uhr

Ruhig und entspannt Eutin genießen. Das hatten sich gestern etliche der Passanten vorgenommen, die durch die Innenstadt spazierten. Die Gäste waren aus Neumünster, dem Kreis Segeberg oder dem Umland mit dem Auto angereist. Parkplätze fanden sie im Zentrum. Geschäftsbetreiber waren verhalten zufrieden über das Weihnachtsgeschäft.

Karin und Uwe Muß gehen gemächlich durch die Peterstraße. Der vorweihnachtliche Bummel ist für das Paar aus dem Kreis Segeberg ein jährliches Ritual. Die Geschenke haben beide bereits. „Es ist ruhig hier. Die Stadt liegt am See und mitten in der Holsteinischen Schweiz. Wir fahren hier viel Fahrrad“, sagen sie. Aber es müsse etwas passieren, der Bürgermeister sollte dringend sanieren.

Auch die Eutiner Edith und Horst Pegel haben die Weihnachtsgeschenke annähernd beisammen. Mit Gisela Schneck flanieren sie gemütlich die Peterstraße entlang. „Eutin ist so schön kompakt“, sagt Edith Pegel. Alle drei haben die Geschenke ausnahmslos im Ort gekauft. „Ich möchte mir die Sachen ansehen“, sagen die Frauen. In Eutin gebe es alles.

Ein Paar aus Neumünster, das namentlich nicht genannt werden möchte, kommt mehrmals im Jahr in die frühere Residenzstadt. In aller Ruhe schlendern beide durch die Königstraße. Sie mögen die Stadt ihrer Ruhe und Seelage wegen.

Schnelleren Schrittes erreichen Finn Eriksen und Frederike Bossmann von der Peterstraße aus den Marktplatz. Der Süseler und die Bujendorferin brauchen noch Präsente. In Eutin stehen Naturalien auf ihrer Liste. Anderes wie Buch oder DVD kauft der 22-Jährige online. Er gehe zwar in die Buchhandlung, doch online sei es günstiger. Seine 21-jährige Freundin spart eventuell an anderer Stelle: „Ich habe auch schon Pralinen selbst gemacht.“

Stefanie Bohnenstengel aus Neustadt braucht noch Geschenke, hat aber derzeit anderes im Sinn. Die Neustädterin blickt zur mobilen Rutsche auf dem Marktplatz. Dort klettern ihre drei Enkelkinder die Anlage hinauf und rutschen die Kunststoffbahn vergnüglich wieder hinab.

Weihnachtsgeschenke sind bei den Männern am Imbisstisch kein Thema. Hkimi Ismail, Ali Ahmad Omar und Mohammad Leila sitzen beim Mokka zusammen. Er sei Moslem, würde Weihnachten aber ein wenig mitfeiern, sagt Hkimi Ismail, so, wie Christen beim Ramadan mitfeiern könnten.

Am Mandel- und Punschstand ein Kommen und Gehen. Die befragten Geschäftsleute sind bis auf einen Schuhhändler zufrieden. Das Weihnachtsgeschäft habe verspätet eingesetzt, bedauern zwei von ihnen. Der Shuttle-Service vom Festplatz Kerntangente zum Stadtgraben hin war nach Aussage von Andreas Booke, einer der Initiatoren, einen Versuch wert: „Wenn wir es schaffen, das Angebot weiterzuentwickeln, bin ich überzeugt, das es ein guter Service zur Landesgartenschau werden wird.“

Die Parfümerie-Filialleiterin Wiebke Matzat sagt anerkennend: „Viele Herren machen sehr aufmerksam Geschenke.“ Matzat, die mehr als 30 Jahre im Geschäft ist: Männer wählten heute individueller aus.

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