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Barkau : Mäh-Maschinen im Einsatz gegen giftiges Jakobskreuzkraut

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Fast 400 Hektar der Flächen mit Jakopbskreuzkraut-Vorkommen sind vor der Blüte gemäht

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erstellt am 23.Jun.2015 | 16:21 Uhr

Landesweit sind in diesen Tagen Mäh-Maschinen auf Stiftungsflächen unterwegs wie am Barlauer See (Foto). Das Ziel: Möglichst viel Jakobskreuzkraut (JKK) um einen Kopf kürzer machen. Damit wären auf fast der Hälfte der Stiftungsflächen, auf denen die gelbe, gifthaltige Pflanze wächst, Bekämpfungsmaßnahmen umgesetzt worden, sagt Stiftungsgeschäftsführer Walter Hemmerling. Ein besonderer Dank gelte dabei den Pächtern, die das Problem entschlossen anpackten.

Es werde aber nicht „blind und aktionistisch“ drauf losgemäht, sondern ökologisch maßgeschneidert vorgegangen. „Dort, wo noch Laubfrösche wandern oder Wiesenvögel auf den Flächen brüten, startet die Bekämpfung erst in dieser Woche“, erläutert er.

Mit der Mäh-Offensive vor der Blüte soll verhindert werden, dass Honigbienen beim JKK Nektar sammeln. Eine zweite Mäh-Kampagne ist später im Sommer vorgesehen. „Mäht man die Pflanze in der Vollblüte erneut, also kurz vor der Samenreife, hat das Jakobskreuzkraut sich schon sehr verausgabt und stirbt im besten Fall ab“, sagt Dr. Aiko Huckauf, Leiter des JKK-Kompetenzzentrums der Stiftung. Ausbreiten könne sich die heimische Wildpflanze sich dann jedenfalls nicht mehr. Bei der Suche nach der Ursache verendeter Rinder in Neustadt sei die Stiftung einen wichtigen Schritt weiter: eine Paralleluntersuchung eines weiteren Rindes aus der Herde werde vorgenommen, sagt Huckauf, damit seien wertvolle Hinweise zu erwarten, ob alle Tiere der Herde Leberschäden durch JKK-Verzehr hätten. Die Ergebnisse der Untersuchungen der Tiermedizinischen Hochschule Hannover würden innerhalb der nächsten drei Wochen erwartet.

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