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Bundeswehr-Übung : Luftraum über Ostholstein wird zum Sperrgebiet

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

In Teilen des Kreises werden Flüge verboten. Dies sind die Vorwehen einer Heeresübung Anfang Juni.

Eutin | Wer heute in Ostholstein in den Himmel blickt, sieht dort vielleicht untypische Flugobjekte. Es sind nicht etwa UFOs, sondern Drohnen der Bundeswehr. Die Heeresausbildungswoche Anfang Juni wirft ihre Schatten voraus: Für die großangelegte Übung, bei der das Eutiner Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ der Gastgeber sein wird, finden bereits jetzt erste Probeläufe statt. Und da im Rahmen dieser Übung auch Drohnen – unbemannten Luftfahrzeuge – zum Einsatz kommen, hat das Bundesministerium für Verkehr bereits ab dem 21. April tageweise den Luftraum über Teilen von Ostholstein gesperrt.

Diese temporären Flugbeschränkungen betreffen vor allem die zivile Fliegerei zwischen den Flugplätzen Lübeck, Kiel und Sierksdorf – sofern die Maschinen tiefer als 2500 Fuß (etwa 800 Metern über Grund) fliegen. Ausgenommen von dem Flugverbot sind „Staatsluftfahrzeuge“ und „Flüge im Rettungs- und Katastropheneinsatz“, heißt es in den Mitteilungen für Luftfahrer.

Das Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ begann bereits am 22. April mit ersten Flügen in den späteren Übungskorridoren. Weitere Tests erfolgen vom 28. bis 30. April mit unbemannten Luftfahrzeugen der Aufklärungstruppe. Dabei werden die Aufklärungssysteme vom Typ „KZO“ und „Luna“ im Raum süd-westlich von Eutin eingesetzt.

Die „Flugtage“ dienen der Vorbereitung der Heeresausbildungswoche Anfang Juni, bei der aus ganz Deutschland Vertreter der aufklärenden Verbände der Landstreitkräfte zu Gast in Eutin sind und in Ostholstein gemeinsam Ausbildungsverfahren üben. „Die Flüge werden über offenem Gelände durchgeführt und stellen keine Gefährdung für die Bevölkerung dar“, sagte ein Presseoffizier der Eutiner Aufklärer.

Einzig in Eutin komme es an den angesprochenen Tagen im Zeitraum von 11 bis 16 Uhr kurzzeitig zu „einer ungewohnten Geräuschkulisse“, da beim Start des Aufklärungssystems „KZO“ eine so genannte Anschubladung umgesetzt wird. Während des Flugbetriebs würden die Drohnen jedoch nur ein so lautes Geräusch wie das eines Rasenmähers von sich geben, so der Presseoffizier weiter.

An die ersten Flugkampagnen schließen sich weitere Testflüge im Mai an, bevor Anfang Juni schließlich der Ernst der Übung beginnt. Dazu planen die Eutiner Aufklärer gesondert an einem Tag der Öffentlichkeit auf dem Standortübungsplatz Einblicke in die Drohnen zu geben. Ein genauer Termin für den „Schautag“ steht aber noch nicht fest.

 

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erstellt am 19.Apr.2015 | 15:54 Uhr

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