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Ostholsteiner Anzeiger

21. September 2017 | 09:05 Uhr

Lütjenburg kauft Kasernen-Areal

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

„Symbolischer Spatenstich“ erfolgt bei einem Tag der offenen Tür am Dienstag, dem 14. Juli, in der ehemaligen Schill-Kaserne

von
erstellt am 19.Jun.2015 | 15:54 Uhr

Für Bürgermeister Dirk Sohn war es ein „besonderer Augenblick“, wie er sagte, als er seine Unterschrift unter den Vertrag zum Kauf der „grünen Bundeswehrflächen“ in der ehemaligen Schill-Kaserne setzte und dann mit dem Stadtwappen besiegelte. Nicht ohne Grund trug er diesmal sogar seine Amtskette, die sein Vorgänger Voges 1962 verliehen bekam für die Ansiedlung der Bundeswehr im Ort. Dies leitete seinerzeit den wirtschaftlichen Aufschwung der kleinen Stadt ein – und auf ein solches Signal setzt nun auch Bürgermeister Dirk Sohn wieder.

Mit der Unterschrift am Freitag erwarb die Stadt Lütjenburg zehn Hektar „Grünflächen, einen kleinen Wald, das Gelände um den ehemaligen Flak-Turm am Kahlen Berg sowie einen Sportplatz mit großer Freifläche und die Straßen“ von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben BIMA. Dank eines Entgegenkommens des Bundes konnte die Stadt die Wege kostenlos übernehmen.

Der Wert des restlichen Areals lag nach Angaben von Sohn bei rund 228  000 Euro. Dem Vernehmen nach kam die BIMA Lütjenburg soweit entgegen, dass die Stadt nur noch etwa die Hälfte zahlen musste. Offiziell bestätigen wollte das jedoch niemand. Über Geld spricht man nicht.

Nach Angaben von Hermann Josef Huber von der BIMA in Kiel ist die Umwandlung der Kaserne in eine zivile Nutzung sehr schnell gegangen, gerade mal zwei Jahre stand die Kaserne leer. „Ich denke, dass dort nun bald Leben einziehen wird.“ Alle ehemaligen Panzerhallen sind verkauft, in 14 Tagen dürfte der Vertrag zum Verkauf des ehemaligen Sanitätsblocks unterschriftsreif sein. Auf weiteren 5000 Quadratmetern möchte ein Interessent einen Wohnmobilpark errichten. Konkret abgeschlossen seien bereits sechs Verträge mit Investoren, so Huber weiter. „Der Fall Lütjenburg scheint modellhaft zu sein, denn die Parzellierung des Geländes an mehrere Abnehmer zahlt sich nun aus.“ Für einen weiteren Teil, den früheren Mannschaftsblocks, gibt es auch einen Interessenten.

Noch offen sind die Pläne Lütjenburgs für das nun erworbene „Grüngelände“. Auf dem ehemaligen Flak-Berg kann sich Dirk Sohn ein Café oder ähnliches vorstellen. Der Sportplatz soll als Bolzplatz und Festwiese genutzt werden. Die Zukunft der angrenzenden Freifläche ist noch völlig offen. Gleichzeitig forderte Sohn die Kinder und Jugendlichen der Stadt auf, Vorschläge für die Entwicklung des Areals zu machen. Anlässlich des „symbolischen Spatenstichs“ zur Erschließung der Durchgangsstraßen bittet Sohn am Dienstag, dem 14. Juli, die Bürger zu einem „Tag der offenen Tür“ in die Kaserne, um die Erschließung des Geländes zu feiern.

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