Eutin : Lob vom FDP-Chef

20 Kilo Gewicht war für Wolfgang Kubicki kein Problem, wie auch A.K.tiv-Chef  Thomas Hüstreich feststellte. Foto: Krauskopf
20 Kilo Gewicht war für Wolfgang Kubicki kein Problem, wie auch A.K.tiv-Chef Thomas Hüstreich feststellte. Foto: Krauskopf

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Kubicki informiert sich in Eutin über die Internatspläne.

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09. September 2011, 10:57 Uhr

eutin | Er sei beeindruckt, sagte Wolfgang Kubicki, Vorsitzender der FDP-Fraktion im schleswig-holsteinischen Landtag, gestern am Ende eines Besuches im "A.K.tiv-Therapiezentrum". Dabei hatte Kubicki vor allem die Pläne von Geschäftsführer Thomas Hüstreich im Blick, der seit zwölf Jahren die Einrichtung im Gewerbegebiet beständig um- und ausbaut. Eine Bowlingbahn ist einem Therapiebereich gewichen, die beiden Squash-Boxen sind jüngst nach einem Wasserschaden aus dem Betrieb genommen worden und sollen einem Kindergarten mit 15 bis 20 Plätzen weichen.

Noch ehrgeiziger klingt, was Hüstreich neben dem 7000 Quadratmeter großen Gebäude plant: Auf dem insgesamt 30 000 Quadratmeter großen Gelände möchte er ein Internat für Physio- und Ergotherapeuten bauen. Als Fürsprecher in Kiel für die Umsetzung dieses Projektes sollte Kubicki gestern gewonnen werden, weshalb der Eutiner FDP-Landtagsabgeordnete Jens-Uwe Dankert diesen Besuch vermittelt hatte. Denn neben den - auf den Weg gebrachten - Voraussetzungen der städtischen Bauleitplanung müssen auch die Parlamente in Kiel und Berlin an die Änderung von Gesetzen gehen, damit ein Internat für 120 Schüler der Physio- und Ergotherapie seinen Betrieb so aufnehmen kann, wie es sich Hüstreich vorstellt. Er ist optimistisch. In anderen Bundesländern gebe es vergleichbare Schulen. Und angesichts des absehbar wachsenden Bedarfs durch die demografische Entwicklung und die Bedeutung des Gesundheitswesens in Ostholstein sei das Konzept für Eutin auch realistisch.

Kubicki zollte nach einem Rundgang dem A.K.-tiv-Konzept seine Anerkennung, weil die Einrichtung viele verschiedene Angebote verzahne und in seiner Breite außergewöhnlich sei. Zumindest falle ihm in Kiel nichts Vergleichbares ein, und er könne sich auch vorstellen, dass die Krankenkassen die Nähe von Sport und Therapie gut fänden.

Ein klares Ja oder Nein zur Unterstützung in Kiel ließ sich Kubicki freilich nicht entlocken. Auf jeden Fall dämpfte er Erwartungen auf eine schnelle Lösung: Selbst für eine kleine Änderung des Schulgesetzes müsse man mindestens ein halbes Jahr kalkulieren. Und er schließe nicht aus, dass es vor der Landtagswahl im Mai 2012 nichts werde.

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