Lob und Zuschuss-Plus für Stadtfest

Claudia Falk freut sich über die positiven Reaktionen der Stadtvertreter zum Konzept des Stadtfestes 2019.
Claudia Falk freut sich über die positiven Reaktionen der Stadtvertreter zum Konzept des Stadtfestes 2019.

Ausschuss stimmt für 25 000 Euro Förderung / Die Bühne an der Stadtbucht soll länger bespielt werden, die Eröffnungsfeier wieder steigen

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28. November 2018, 22:19 Uhr

Sie lebe das Stadtfest und die Liebe zum Detail, dies spüre man als Gast des Festes, lobte Hauptausschussvorsitzender Matthias Rachfahl (CDU) die Veranstalterin Claudia Falk am Dienstagabend. Zuvor hatte sie den Anwesenden erklärt, weshalb sie das nächste Stadtfest noch schöner und noch professioneller gestalten könne – aber weiterhin ohne kommerziell zu werden, doch das koste Geld, Herzblut und Zeit.

„Ich sehe das Fest als Möglichkeit, den Zusammenhalt in der Stadt zu stärken und möchte den Menschen die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren“, sagte Falk. Gutes Stadtmarketing fange beim Menschen an. „Wer seine Stadt liebt, verkauft sie am besten“, sagte Falk. Der Erfolg des Festes, sei nicht der Erfolg von ihr allein, sondern von ganz vielen Menschen, die ganz viel Zeit investiert und mit Freude mitgemacht haben, betonte Falk. Gerade das Nicht-Kommerzielle lobten die Gäste des Festes, so Falk, und deshalb wolle sie das erhalten. Das Eröffnungsfest am Donnerstagabend mit Feuerwerk in der Stadtbucht möchte sie 2019 wiederholen. Auch der Paddock mit den Tiershows soll es erneut geben, die Bühne an der Stadtbucht länger bespielt werden. All das seien Punkte, die im vergangenen Förderantrag nicht enthalten gewesen waren. Für 2019 beantrage sie 25 000 Euro, weil sie nicht nur die Qualität halten, sondern weiter ausbauen möchte und zusätzlich weiteres Personal beschäftigt. „Ich kann das nicht alleine bei dem hohen organisatorischen Aufwand, den allein die Planungen für den Großflohmarkt bedeuten, der aber nichts einbringe, weil die Standgebühren so gestaltet sein sollen, um allen eine Teilnahme zu ermöglichen“, sagte Falk. Institutionen und Vereine sollen die ersten drei Meter kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen, für alle anderen kostet der laufende Meter zehn Euro.

„All das ist wichtig für das ‚No-Kommerz-Gefühl‘, denn das wollen die Bürger nicht, das wollen Sie nicht und ich weigere mich, das Fest zur Kommerz-Veranstaltung zu machen“, sagte Falk.

Das Lob hallte Falk danach von allen Fraktionen entgegen. Auf die Frage von der SPD, ob sich das rechne, antwortete Falk: „Ich möchte es nicht mehr nur ehrenamtlich machen.“ Monika Obieray (Grüne) zeigte vollstes Verständnis: „Sie können das der Stadt nicht schenken, das ist klar. Und wir sind gern bereit, ihnen das Geld zu geben. Ich finde, wir sollten es drei, vier Mal probieren, bevor wir überhaupt kritisieren können.“

Während Lothar Sperling (FWE) den Antrag vollstens unterstützte, fragten Sigrid Jürß und Olaf Bentke von den Freien Wählern nach möglichen Einsparoptionen am städtischen Zuschuss, wenn sie auf der anderen Seite die Standgebühren erhöhen würde. Hans-Georg Westphal, SPD-Fraktionsvorsitzender, nannte das Erbsenzählerei, mit der die FWE die gute Sache kaputt mache anstatt Eutin zu helfen. Auch Ausschussvorsitzender Matthias Rachfahl (CDU) betonte: „Wenn wir in frühere Verhältnisse zurückfallen, wäre das fatal.“

Mit den Stimmen von CDU, SPD, Grüne und FDP sowie einer FWE-Stimme wurde das Zuschuss-Plus für das Stadtfest 2019 beschlossen. Bentke enthielt sich, Jürß (beide FWE) stimmte dagegen.

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