Niederkleveez : Lob für Säule kultureller Bildung

Schachfiguren als Geschenke: Daniela Kobelt Neuhaus und Peter Jakobs vom Odenwald Institut, einer Schwester vom Osterberg Institut, überreichten sie Jürgen Meereis und Katarina Weiher (von links) .
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Schachfiguren als Geschenke: Daniela Kobelt Neuhaus und Peter Jakobs vom Odenwald Institut, einer Schwester vom Osterberg Institut, überreichten sie Jürgen Meereis und Katarina Weiher (von links) .

Das Osterberg-Institut in Niederkleveez feierte am Freitag mit 60 geladenen Gästen seinen 20. Geburtstag

shz.de von
05. Juli 2015, 04:45 Uhr

Mit einem Festakt und einer Podiumsdiskussion feierte die Karl-Kübel-Stiftung mit rund 60 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wegbegleitern gestern das 20-jährige Bestehen vom Osterberg-Institut in Niederkleveez. „Bildungsstätten wie das Osterberg-Institut sind die Säulen der kulturellen Bildung,“ lobte Kulturministerin Anke Spoorendonk (SSW) in ihrer Festrede das Erreichte. Sie stärkten das Verständnis der Bürger für gesellschaftliche und kulturelle Zusammenhänge, sie stärkten die Identifikation, die Mitsprache und die Mitverantwortung in Staat und Gesellschaft.

„Ich bin sehr froh, dass sich das Institut so gut entwickelt hat“, sagte Dr. George Arickal vom Stiftungsrat der Karl-Kübel-Stiftung, der maßgeblich an der Realisation des Osterberg-Instituts beteiligt war. An einem Sonntag im Sommer 1993 sei er von dem Unternehmer und Stiftungsgeber Karl Kübel (1909 - 2006) angerufen und gebeten worden, ein nachhaltiges Bildungskonzept zu entwickeln. Auf der Basis von Kübels Menschenbild, für den der Satz „Womit kann ich dienen“ maßgeblich war, habe Arickal das umgesetzt.

Eine Antwort auf diese Frage hatte Daniela Kobelt Neuhaus, Mitglied im Stiftungsvorstand. Es sei der Erwerb von Bildung und neuer Kompetenzen. Sie sei davon überzeugt, dass der Geist der Stiftung ewig bleiben werde, auch wenn es immer wieder Änderungen und Herausforderungen gebe. Als Symbol für Strategie überreichte Kobelt Neuhaus den Einrichtungsleitern Katarina Weiher und Jürgen Meereis zwei Schachfiguren.

„Der rasante Wechsel in der Arbeitswelt bedarf heute der Weiterbildung, in die sich das Osterberg Institut einbringt“, würdigte der Plöner Kreispräsident Peter Sönnichsen die Arbeit der 160 Seminarleiter. Mit Blick auf die Flüchtlingswelle stünden in den kommenden 20 Jahren neue Herausforderungen bevor.

In einem bebilderten Rückblick erinnerten Weiher und Meereis an die Entwicklung seit der Grundsteinlegung im März 1994 und die feierliche Eröffnung am 11. Februar 1995. Zu jener Zeit nannte sich die Bildungsstätte noch „Institut für personelle Pädagogik“. Der Bau des achteckigen „Hauses der Mitte“ sollte zugleich ein Zeichen sein, dass im Osterberg-Institut nicht nur 08/15-Bildung stattfinde, sagte Weiher. Während in den Anfangsjahren halbjährlich lediglich ein Programmheft veröffentlicht wurde, würden heute zielgruppenspezifische Programme und Flyer erstellt.

Pro Jahr bietet das im Osterberg-Institut knapp 300 Veranstaltungen für Familien, Privatpersonen und für die berufliche Weiterbildung an. Seit Bestehen der Einrichtung wurden über 250  000 Seminartage abgehalten. In diesem Jahr werde der 100  000. Teilnehmer erwartet, avisierte Meereis.

Das Institut kooperiere seit 2006 mit dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (s:hz) im Rahmen der beruflichen Bildungsinitiative „Fit fürs Leben“. An bisher 40 Vortragsabenden hätten sich insgesamt rund 5500 Teilnehmer beteiligt, führte Meereis aus. Zudem werde das Institut als Akademie für Führung, Personalentwicklung und Coaching genutzt. von Kerstin Emma Ahrens

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