Eutin : Literatursommer im Küchengarten

Brigitta Herrmann (Schloss-Stiftung) und Dr. Wolfgang Griep (Literaturhaus und Kulturbund) freuen sich auf die Vorträge des Romanciers Meir Shalev und der Schriftstellerin Zeruya Shalev.
Brigitta Herrmann (Schloss-Stiftung) und Dr. Wolfgang Griep (Literaturhaus und Kulturbund) freuen sich auf die Vorträge des Romanciers Meir Shalev und der Schriftstellerin Zeruya Shalev.

Die Schloss-Stiftung und der Kulturbund erwarten die israelischen Autoren Zeruya Shalev und Meir Shalev zu Lesungen

shz.de von
12. Juli 2018, 11:04 Uhr

Der Kulturbund und die Stiftung Schloss Eutin laden im Rahmen des Literatursommers 2018 zu Lesungen der weltbekannten Autorin Zeruya Shalev und ihres Cousins Meir Shalev aus Israel ein.

Am Montag, 23. Juli, liest Meir Shalev um 19 Uhr auf dem Gelände des Küchengartens in der Orangerie aus seinem Roman „Mein Wildgarten“ (2017). Die Geschichten handelten von Shalevs eigenem Garten, beträfen aber auch gesellschaftliche Themen, sagte Brigitta Herrmann gestern Medienvertretern. Shalev sei in Israel als Romancier sehr beliebt, stellte Dr. Wolfgang Griep den 70-Jährigen kurz vor. Shalev studierte Kunst und Psychologie in Jerusalem. 2006 erhielt er für sein Gesamtwerk aus Romanen, Sachbüchern und Kinderbüchern den „Brenner Prize“, die höchste literarische Auszeichnung in Israel.

Wolfgang Griep organisiert seit 22 Jahren den Literatursommer Schleswig-Holstein. Die Reihe wird vom Literaturhaus Schleswig-Holstein ausgerichtet, dessen Vorsitzender Griep ist.
In diesem Jahr hat sie den Schwerpunkt Israel.

Meir Shalev trägt aus dem Originaltext vor, Schauspieler Werner Klockow liest anschließend auf Deutsch, Avi Bolotinsky übersetzt den Autor. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Fünf Tage später präsentiert Zeruya Shalev am Samstag, 4. August, im Filmkunsttheater Binchen, gemeinsam mit der Schauspielerin und Produzentin Maria Schrader, ihr jüngstes Werk „Schmerz“ (2015). Die Lesung der 59-Jährigen beginnt um 20 Uhr. Im Anschluss ist Gelegenheit zu einem Gespräch. An dieser Lesung war Wolfgang Griep sehr gelegen. Griep ist auch Vorsitzender des Kulturbunds Eutin, der das Filmkunsttheater Binchen ganzjährig mit Leben und Programm füllt.

In Shalevs „Schmerz“ geht es um die Schulleiterin Iris, die durch ein Selbstmordattentat schwer verletzt wurde, aber ein normales Leben führt. Die Schmerzen quälen sie jedoch täglich. Als sie
ihre Jugendliebe wiedertrifft, setzt sie alles aufs Spiel. In dem Roman steckt nach Aussage von Griep Autobiografisches, denn die Schriftstellerin Shalev sei selbst durch einen Selbstmordattentäter verletzt worden.

Zeruya Shalev wurde 2000 mit ihrem Weltbestseller „Liebesleben“ einem internationalen Publikum bekannt. Die Schriftstellerin und Verlagslektorin lebt mit ihrem Mann und Kindern in Jerusalem. Ihre Romane wurden in 22 Sprachen übersetzt. Der Eintritt zur Lesung im Binchen kostet 15, ermäßigt 12 Euro.



Der Literatursommer hat 41 Veranstaltungen. Eröffnung ist am 25. Juli in Lübeck. In diesem Jahr reisen vier Autoren durchs Land. Die Stiftung Schloss Eutin ist seit 2017 ein lokaler Partner. www.literaturhaus-sh.de

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