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Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 00:36 Uhr

Liebing und Günther sollen CDU anführen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Daniel Günther neuer Chef der Landtagsfraktion / Liebing strebt Parteivorsitz an

von
erstellt am 05.Okt.2014 | 17:56 Uhr

Ingbert Liebing und Daniel Günther heißen die beiden neuen starken Männer in der CDU Schleswig-Holstein. Liebing soll nach dem Willen des geschäftsführenden Landesvorstandes und der Mehrheit der Kreisvorsitzenden am 15. November in Neumünster auf einem Parteitag zum neuen Parteichef gewählt werden. Die Landtagsfraktion wählte gestern Günther zu ihrem neuen Oberhaupt – als Nachfolger für den tags zuvor zurückgetretenen Johannes Callsen.

Günther erhielt 16 Ja- und vier Neinstimmen. Ein Fraktionsmitglied enthielt sich. „Das ist ordentlich gut“, fand die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Katja Rieme-Hoffmann, als sie das Ergebnis nach einer mehr als dreistündigen Sitzung bekanntgab. Gegenkandidaten gab es nicht. Günther habe „sich und seine Ziele sehr überzeugend dargestellt“.

Ihm gehe es darum, „die völlig aus dem Tritt geratene Regierung zu stellen und schnellstmöglich abzulösen“, sagte Günther. „Jetzt kann sich Torsten Albig warm anziehen.“ Es komme darauf an, ihn „härter anzupacken“. Bereits am Mittwoch wird der neue Oppositionsführer dem Ministerpräsidenten im Landtag gegenübertreten.

Zurückhaltend äußerte sich Günther zur Spitzenkandidatur bei der nächsten Landtagswahl 207: „Da erhebe ich keine Ansprüche. Das erste Vorschlagsrecht und den ersten Anspruch hat der Landesvorsitzende.“

Callsen sagte, er sei nicht zu seinem Rücktritt gedrängt worden, sondern habe die Entscheidung „autonom getroffen“. Der Entschluss sei gefallen, nachdem bereits am Donnerstag der CDU-Landesvorsitzende Reimer Böge seinen Rückzug aus gesundheitlichen Gründen angekündigt habe. Callsen möchte mit seinem Schritt „eine personelle Erneuerung der CDU unterstützen“.

Böge sagte nach der Sitzung des geschäftsführenden Landesvorstandes der Partei bei Warder (Kreis Segeberg), dass „Ingbert Liebing der prädestinierte Mann für den Parteivorsitz ist“ sei. Der 51-jährige Nordfriese sitzt seit 2005 im Bundestag und ist auch Chef der Kommunalpolitischen Vereinigung der Bundes-CDU.

Liebing und Böge betonten, dass auch weitere Kandidaten ihren Hut für den Parteivorsitz in den Ring werfen könnten. „Das Verfahren ist offen.“ Bericht S.9 / Kommentar

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