Lichterstadt erfindet sich neu

Der Stern als Leitmotiv: Gabriele Staarmann und Martin Klehs freuen sich auf die Eröffnung.
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Der Stern als Leitmotiv: Gabriele Staarmann und Martin Klehs freuen sich auf die Eröffnung.

Schlittschuhlaufen zwischen historischen Gebäuden / Digitale Schnitzeljagd als Ergänzung zum erleuchteten Rundgang mit Installation

shz.de von
22. November 2018, 12:59 Uhr

Eine digitale Schnitzeljagd durch die historische Altstadt Eutins, ein norwegischer Musikkünstler, der – für alle sichtbar – seine Instrumente aus Eisblöcken sägt und eine Künstlerin, die Eutin mit ihren Installationen zusätzlich zu den angestrahlten Gebäuden erleuchten möchte. All das bietet die Lichterstadt Eutin inklusive großer Eisbahn ihren Bewohnern und Besuchern im 17. Jahr, denn abgesehen von Essen, wurde die Lichterstadt als Veranstaltung in der Residenzstadt 2001 „quasi erfunden“, wie Lichtkünstler Stefan Teichmann erklärte.

„Ich bin unheimlich gespannt und freue mich wahnsinnig auf die verschiedenen Highlights, die wir in diesem Jahr in Eutin bieten“, sagte Martin Klehs als Interims-Geschäftsführer der Eutin GmbH gestern. Die gute Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsvereinigung, Eutin GmbH und der Stadt habe das möglich gemacht und sei erst der Anfang von gemeinsamen Aktionen, um den Standort Eutin attraktiv zu machen und weiter voranzubringen für Einwohner und Touristen.

Die große Eröffnungsfeier der Eisbahn und Lichterstadt wird nächsten Mittwoch, 28. November, ab 18 Uhr gefeiert: Terje Isungset, der als innovativster Percussion-Künstler Europas gilt, eröffnet mit seinen selbstgeschnitzten Instrumenten aus Eis musikalisch die Lichterstadt. Das Eutiner Maskottchen, das seit der Landesgartenschau Liebling vieler Kinder ist, wird anschließend die Polonaise aller Eiskufen-Fans anführen und die anschließende Eis-Disco eröffnen, berichtete Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt.

Pünktlich zur Lichterstadt wird auch die digitale Schnitzeljagd per QR-Code freigeschaltet: An neun verschiedenen Standorten finden Interessierte auf Sternen QR-Codes, werden zu den historischen Gebäuden geleitet und erfahren dort wissenswertes über beispielsweise die Landes- und Kreisbibliothek, das Riemannhaus, die alte Voß-Apotheke, das Schloss, das Weber-Geburtshaus und das Rathaus. Klehs: „Wir haben viele besondere Orte in Eutin, zu denen Besucher beim ersten Mal nicht zwingend hingelangen. Die Schnitzeljagd ist, wenn sie gut läuft, auf jeden Fall ausbaubar.“

Lichtkünstlerin Gabriele Staarmann sorgt zusätzlich zum digitalen Rundgang für eine beleuchtete Beziehung zwischen der Eutiner Stadtbucht, dem Schloss und dem Marktplatz samt Eisbahn. „Das Stern-Motiv zieht sich wie ein Band durch die Innenstadt – in den Schaufenstern einzelner Geschäfte – aber auch als große Projektion am Kirchturm sowie als Installation in der Stadtbucht“, sagte Staarmann, die sich über das Engagement Eutins freue, die Stadt für Einheimische und Besucher in warme Farben zu tauchen. Stefan Teichmann und sein Team sind ebenso seit Tagen mit dem Aufbau der Beleuchtung an den Gebäuden beschäftigt und haben, nach der Erfahrung der vergangenen Jahre, die Technik alarmgesichert.

„Wir sind sehr froh über den neuen Schwung, den die Lichterstadt bekommen hat mit all den Zusätzen und danken den Stadtwerken, die Hauptsponsor sind, und rund 25 lokalen Unternehmen, wodurch die Finanzierung der Eisbahn gesichert ist. Auch ohne das finanzielle Engagement von Ulfert Georgs wäre das Angebot auf dem Marktplatz und in der Lichterstadt nicht leistbar“, sagte Hans-Wilhelm Hagen als Vorsitzender der Eutiner Wirtschaftsvereinigung (WVE). Für die Beteiligung der Stern-Idee in den Schaufenstern der Geschäfte warben Hagen und Staarmann: „Man kann nie erwarten, dass alle Ja sagen, aber man kann für kleines Geld viel Wirkung erzielen und gemeinsam ein Zeichen setzen.“



Eisvergnügen bis 6. Januar; ab 13 Uhr ist Schlittschuhlaufen möglich: Erwachsene zahlen 3 Euro, Kinder 2,50 Euro. Ausleihe kostet 2,50 Euro. Weitere Infos unter Tel. 0177/3412410.

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