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EUTIN : Lichterstadt entspricht nicht den Vorschriften

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eutin: Viele Stromkabel sind nicht fürs Freie geeignet und müssen getauscht werden.

Die Installation der Lichterstadt entspricht nicht geltenden Normen und Vorschriften. Ein Rundgang, vorbei an den beleuchteten historischen Fassaden, zeigt weiße Kabel und Stecker, auf denen steht: „Nur zur Verwendung in trockenen Räumen“. Sie liegen vor etlichen Gebäuden, auch vor dem Kreishaus – vorm Regen geschützt mit Plastiktüten und Kabelbindern.

Kreismitarbeitern war das bereits aufgefallen. Bernd Straßburger, Fachbereichsleiter für Planung, Bau und Umwelt beim Kreis Ostholstein sagte: „Die erforderliche Schutzklasse IP 65 ist bei der Installation der Lichterstadt nicht eingehalten worden. Wir haben den Lichtkünstler aufgefordert, das umgehend zu ändern.“ IP 65 bedeutet, dass das verwendete Material folgende Bedingungen erfüllen muss: vollständiger Berührungsschutz, Schutz gegen Eindringen von Staub sowie gegen Strahlwasser aus allen Richtungen. Die Absicherung vor eindringender Nässe mittels Plastiktüten und Kabelbindern bezeichnete ein Elektrosachverständiger aus Ostholstein als grob fahrlässig: „Innerhalb der Beutel kann es zu Kondenswasserbildung kommen. Dringt Nässe ein, können lebensgefährliche Spannungsfelder entstehen.“

Laut Ordnungsamt geht von den Anlagen aber keine Gefahr aus, da alle Installationen per Schutzschalter abgesichert sind. Dies versichert auch der Lübecker Lichtkünstler Stefan Teichmann: „Alle Anlagen sind mit einem Schutzschalter versehen. Sollte etwas passieren, springt der raus und der Strom ist sofort weg.“

Arend Knoop von der Eutiner Wirtschaftsvereinigung, die die Lichterstadt veranstaltet, bestätigt auf Nachfrage: „Ja, es ist etwas verwendet worden, was der Künstler nicht hätte verwenden dürfen. Das wird nächste Woche unverzüglich ausgetauscht. Das Material ist bestellt.Ich werde gemeinsam mit meinem Elektriker darauf achten, dass das richtig gemacht wird.“ Auch die Wilhelm-Wisser-Schule ist betroffen. Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt sagte: „Wir werden das begutachten und sobald Gefahr im Verzug ist, sofort handeln.“ Seite 4

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erstellt am 04.Dez.2015 | 16:40 Uhr

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