LGS im Fokus: Stadt kooperiert mit Lebenshilfe

shz.de von
15. Juli 2015, 11:20 Uhr

Nach zahlreichen Gemeinden hat sich die Stadt Eutin am Dienstagabend auch für eine Kooperation mit der Lebenshilfe entschieden. Der Weg dahin war allerdings steinig. Worum geht es? „Ostholstein – erlebbar für alle“ ist ein Projekt der Lebenshilfe, das seit eineinhalb Jahren läuft und die Barrierefreiheit vor Ort im Auge hat. Dabei stehen bauliche Vorhaben ebenso im Fokus wie einfache Sprache in den Verwaltungen oder der problemlose Zugang zu Informationen – Barrierefreiheit auf allen Ebenen, wie Projektleiterin Lena Middendorf berichtete.

Weil das Projekt befristet ist (31.12. 2016) will sich die Lebenshilfe in Zusammenarbeit mit der Stadt auf die LGS fokussieren. Dies schmeckte nicht allen Hauptausschussmitgliedern. Detlef Kloth (SPD): „Meine anfängliche Begeisterung schwindet. Weshalb nur die LGS und nicht die ganze Innenstadt wie bei anderen Gemeinden auch?“ Der Unterschied: „Viele Gemeinden haben sich deutlich eher entschieden, mitzumachen“, erklärte Middendorf. In Eutin werde es daher zu keinem Aktionsplan innerhalb des Projektzeitraumes kommen. Aber: „Wir werden Maßnahmen entwickeln und brauchen deshalb einen kompetenten Ansprechpartner, der diese Maßnahmen in einem Aktionsplan fortführt und die Umsetzung über den Projektzeitraum weiter verfolgt.“ In anderen Kommunen sei das Thema Barrierefreiheit in der Chefetage angesiedelt, das gleiche Wünsche sich die Lebenshilfe auch von Eutin.
Außerdem könne Eutin von den Erfahrungen anderer
Gemeinden profitieren.

Die Entscheidung für die Kooperation fiel einstimmig, wenngleich nach längerer Diskussion, als es in anderen Gemeinden der Fall war. Einzige Bedingung der Ausschussmitglieder: „Unsere Senioren- und Behindertenbeauftragten müssen mit einbezogen werden.“

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