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Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 11:14 Uhr

LGS hatte Fielmann doch nicht informiert

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kommunikationspanne: Spender waren Baumfällungen nicht mitgeteilt worden

von
erstellt am 03.Apr.2015 | 16:58 Uhr

Das ist nicht gut gelaufen: Günther Fielmann wird die Landesgartenschau mit einer namhaften Spende unterstützen. Über das Fällen von Bäumen, die der Optik-Unternehmer 2006 für die Eutiner Stadtbucht gestiftet hatte, war er allerdings nicht informiert worden. Den Fehler hat Bernd Rubelt, Geschäftsführer der Landesgartenschau-Gesellschaft, eingeräumt.

Am 13. März hatte der Ostholsteiner Anzeiger gemeldet, dass Günther Fielmann die Landesgartenschau 2016 in Eutin unterstützen wird. Konkret gebe es die Zusage für 450 Bäume und Sträucher, die bei der Revitalisierung des Küchengartens gebraucht werden.

Der OHA hatte auch berichtet, dass im Zug der Fällarbeiten als Vorbereitung der Landesgartenschau insgesamt fünf von acht Bäumen, die Fielmann 2006 für die Stadtbucht gestiftet hatte, beseitigt worden sind. LGS-Geschäftsführer Bernd Rubelt hatte gesagt, dass dieser Schritt dem Spender auch mitgeteilt worden sei.

Das hatte im Unternehmen Fielmann „Irritationen“ ausgelöst, wie Adam Rafael Schindler in einem Schreiben an Rubelt formulierte: „Weder die Fielmann-Niederlassungsleitung in Eutin, noch die Fielmann-Regionalleitung in Schleswig-Holstein, noch die befragten Kolleginnen und Kollegen hier in Hamburg in der Zentrale sind im Vorfeld über das Fällen der Fielmann-Bäume informiert worden,“ schrieb Schindler, der die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Fielmann-Niederlassungen leitet.

Da habe es tatsächlich ein Missverständnis gegeben, räumte Bernd Rubelt in der Antwort ein: „Ich bin fälschlicherweise davon ausgegangen, dass wir in unserem Schreiben vom 12. Februar 2015 an Ihr Unternehmen bereits auf die umfänglichen Umplanungen im Bereich der Stadtbucht mit den erforderlichen Baumfällungen und Neupflanzungen eingegangen sind. Dies ist jedoch nicht der Fall gewesen. Ich bitte dieses Missverständnis zu entschuldigen.“

Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz hat daraufhin in einem Schreiben an Schindler über das Fällen vom gestifteten Bäumen sein Bedauern ausgedrückt: „So sehr ich mich über die Spende der Bäume gefreut habe, so sehr bedauere ich, dass sie nun an einer anderen Stelle neu gepflanzt werden müssen.“

Verbunden ist das Schreiben mit einer Einladung zu einem Gespräch in Eutin, bei dem die Planungen und Maßnahmen an Stadtbucht und im Seepark vorgestellt werden sollen. Im Hause Fielmann ist die Einladung angenommen worden.

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