zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 21:09 Uhr

Leuchtturm-Ideen für mehr Originalität

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Vito von Eichborn präsentiert Vorschläge, mit denen sich Malente profilieren könne

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2017 | 22:10 Uhr

Der Mann ist eine Ideenfabrik. Seit zehn Jahren lebt Vito von Eichborn in Timmdorf in der Gemeinde Malente. In diesen Jahren hat sich der gelernte Redakteur, Verleger und Publizist bisweilen kräftig in die Kommunalpolitik eingemischt, sich aber auch viele Gedanken gemacht, wie sich die Gemeinde attraktiver präsentieren könnte. Einiges hat er mit der Zeit wieder verworfen, doch neun Vorschläge präsentiert der 73-Jährige nun in einem kleinen Büchlein mit dem Titel „Ideen für Malente“.

Mitstreiter zu finden, daran haperte es in der Vergangenheit noch. „Irgendwann dachte ich, jetzt habe ich genug gesabbelt und offizielle Wege sind nicht mein Ding – da habe ich das Buch geschrieben“, berichtet von Eichborn. Und er beansprucht für sich, realistisch geblieben zu sein: „Große Ideen zu haben, die viel Geld kosten, ist nicht schwer.“ Es handele sich jedoch um leicht umzusetzende Ideen, mit denen er auf das Ungewöhnliche setze, betont von Eichborn, der in Malente Originalität vermisst. „Es wird immer an dem Normalen herumgedoktert. Das ist ja schön, aber wir brauchen etwas Überraschendes.“ Er spricht von „Leuchtturmideen“.

Genannt hat er sein gut 70 Seiten starkes Büchlein „eine Aufforderung zum Mitmachen“. Gewidmet hat er es deshalb all jenen, „die nicht nur reden, sondern handeln, nicht nur an sich, sondern an die Gemeinschaft denken“. „Ich selbst bin bereit, alles anzuschieben.“

Etwa 50 Exemplare habe er in den vergangenen Wochen bereits verkauft. Einen ersten Erfolg kann der Ideen-Schmied schon verbuchen. Seine Vision, Malente zu einer Stadt der hunderttausend oder gar einer Million Lilien zu machen, die im Juli und August blühten, habe bereits Unterstützer gefunden. Demnächst solle es ein erstes Treffen geben. Lilien hätten einen Ruf als „die Blumen für den faulen Gärtner“. Deshalb könne er sich gut vorstellen, dass alle mitmachten und Lilien schließlich überall blühten: auf gemeindeeigenen Flächen, an Straßen- und Wegrändern, auf Feldern und in Vorgärten, auf den Balkons und überall in Töpfen. Drumherum sei vieles möglich – von der Wahl einer Lilienkönigin bis zum medienwirksamen Wochenende zum Lilienpflanzen.

Weitere Ideen: ein blaues Band, das Malenter Sehenswürdigkeiten von den Kneipp-Anlagen über die Wunderwelt Wasser bis zum Wildgehege verbindet; ausrangierte Telefonzellen, die in den neun Malenter Dorfschaften zu Mini-Bibliotheken umfunktioniert werden; die Ausrufung von Kräuterdörfern oder eine völlig Verkehrsberuhigung, wie sie im niedersächsischen Bohmte verwirklicht worden sei.

Eine Idee gefällt Vito von Eichborn besonders gut: Er will Gastronomen, Hoteliers oder auch Privatleute animieren, lebensgroße Pony-Figuren aufzustellen, die dann künstlerisch gestaltet werden könnten. Damit werde auch ein Bezug zum „Immenhof“ hergestellt, der gerade wiederbelebt werde. „Wir suchen die zwölf Ponys von Malente – das wäre doch ein Riesenspaß für Familien“, glaubt von Eichborn.

Das Büchlein „Ideen für Malente“ ist für 5 Euro im Café Kännchen, bei Schreibwaren Errulat oder bei Vito von Eichborn selbst erhältlich. Der Autor ist per E-Mail an vitolibro@vitolibro.de zu erreichen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen