Lernstätte Umweltcamp

Jugendliche aus Osteuropa nahmen an Projektarbeit für den Umweltschutz teil

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21. Juli 2015, 15:20 Uhr

„Was wünschen Sie denn an der Ostsee?“, fragt Aleksandra einige Passanten auf der Seebrücke in Scharbeutz in perfektem Deutsch. Die 16-jährige Schülerin aus der Ukraine war für zwei Wochen nach Deutschland gekommen, um sich für den Umweltschutz einzusetzen und die deutsche Sprache zu lernen.

Mit 34 anderen Jugendlichen aus Russland, Kasachstan und der Ukraine nahm sie an einem Umweltcamp teil, das vom Goethe-Institut initiiert wurde. Das Projekt, das vom Auswärtigen Amt finanziert wird, ermöglicht den Schülern nicht nur ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, sondern auch aktiv zu sein und etwas über ihre Umwelt zu lernen. Dazu dienten verschiedene Projekte in der Umgebung sowie Besuche in Kiel und Lübeck. „Wir transportieren die deutsche Sprache über verschiedene Umweltprojekte und Fachwissen“, erklärte Organisationsleiterin Christiane Günther vom Goethe-Institut.

Zum Abschluss ihres Aufenthaltes in der Jugendbildungsstätte Klingberg stellten die Jugendlichen ihr Projekt zum Thema Ostsee und Umwelt in Scharbeutz auf der Promenade vor. Mit Infoplakaten, Mitmachaktionen und einem kleinen Theaterstück machten die 14-17-Jährigen auf die Verschmutzung in der Ostsee und dem Schwarzen Meer aufmerksam.

„Das Thema ist sehr wichtig und geht den Jugendlichen nahe“, weiß Sabrina Schulz von der Deutschen Umwelthilfe. „Mir gefällt die Ostsee und die Umgebung hier sehr, daher möchte ich auch helfen“, stimmte Aleksandra zu.

Zum Ende der zwei Projektwochen stand ein Forschungsaufenthalt an der Universität in Bremen auf dem Programm. Dort konnten die Jugendlichen im Labor experimentieren, bevor sie mit neuen Eindrücken zurück in die Heimat reisten. Neben der Umweltbildung nahmen sie auch Erkenntnisse vom Zusammenleben verschiedener Nationalitäten und Einblicke ins deutsche Bildungswesen mit.


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