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Ostholsteiner Anzeiger

25. September 2017 | 00:54 Uhr

Lernen fürs Leben im Sportverein

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Paula Kahmke und Paul Preus absolvierten in Eutiner Sportvereinen einen freiwilligen Dienst und wollen diese Zeit nicht missen

von
erstellt am 11.Jun.2015 | 14:33 Uhr

Paula Kahmke hat ihre Entscheidung nicht bereut: „Es war genau das Richtige, was ich gemacht habe“, sagt die 20-Jährige zu ihrem Entschluss, bei der Turnerschaft Riemann einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) zu absolvieren. „Ich brauchte meine Zeit, um mich für den richtigen Berufsweg zu entscheiden“, begründet die Eutinerin ihre Sichtweise.

Etwa 90 Jugendliche, die ein zwölfmonatiges Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder den BFD in Sportvereinen jetzt beendet haben, trafen sich im Sport- und Bildungszentrum des Landessportverbands (LSV) zum Abschluss-Seminar, um ihre Jahresprojekte vorzustellen. Unter ihnen war auch Paul Preus, der für einen Eutiner Verein aktiv ist.

Paula Kahmke ist seit zwei Jahren Trainerin der B-Jugend-Basketballer. „FSJler und BFDler werden wegen Trainermangel dringend gebraucht“, weiß die junge Frau, die eigentlich Sport- und Englischlehrerin werden wollte. Doch nach ihrem BFD will sie nun eine Ausbildung zur Kauffrau im Büromanagement bei einem Sportverein machen. Der nächste Schritt soll dann ein Studium in Richtung Sport- oder Basketballmanagement sein.

Als Jahresprojekt hatte Paula Kahmke einen „3on3“-Streetball-Cup organisiert, bei Facebook beworben und Sponsoren für die Preise gesucht. Statt mit sechs galt es mit drei Spielern pro Mannschaft Basketball zu spielen. „Das wurde supergut angenommen“, war Paula Kahmke zufrieden. Insgesamt nahmen bei dem Turnier Ende Mai rund 70 Spieler teil – darunter auch Nichtvereinsmitglieder, Freizeitspieler aus der Region sowie aus Kiel und Schwarzenbek. Da das Wetter am Veranstaltungstag unbeständig war, wurde die Veranstaltung in die Sporthalle an der Blauen Lehmkuhle verlegt.

Als zeitliche Überbrückung nutzte der Neustädter Paul Preus sein FSJ. Er bewarb sich auf eine Anzeige bei der BSG Eutin. Ab September beginnt er an einer Europaschule in Potsdam die Ausbildung zum Sport- und Gesundheitskaufmann, um später als Sporttherapeut oder im Sportmanagement arbeiten zu können. Dem leidenschaftlichen Fußballer hat das FSJ, in dem er seinen Trainerschein gemacht hat, viel gebracht. „Ich habe mehr Durchsetzungsvermögen, bin selbstbewusster geworden und habe viel im Umgang mit Menschen gelernt.“

Paul Preus widmete sich in seinem Jahresprojekt einem Integrationsfußball-Turnier. Insgesamt acht Mannschaften werden am Sonnabend, 18. Juli, um 11 Uhr auf dem Fritz-Latendorf-Sportplatz in Fissau antreten. Das Besondere daran: In jeder Mannschaft spielen Frauen, Mädchen, Menschen mit Handicap und Teilnehmer mit Migrationshintergrund aus Zarnekau, Eutin und Kiel zusammen. „Das Ziel ist es, Kontakte untereinander zu knüpfen, für den Alltag selbstbewusster zu werden und den Ehrgeiz bei gesteckten Zielen zu wecken“, erklärt Paul Preus sein Projekt.

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