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Ostholsteiner Anzeiger

13. Dezember 2017 | 10:59 Uhr

Lebhafte Diskussion zu Verkehrskonzept

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Fast 90 Bewohner der Eutiner Altstadt diskutierten gestern mit viel Leidenschaft

von
erstellt am 18.Jan.2016 | 17:10 Uhr

Eine Bürgerinformation über Wege zur Verkehrsverminderung in der Eutiner Altstadt im Straßenzug Stolbergstraße, Schloßstraße und Rosengarten hat gestern Abend das absehbar große Interesse gefunden: Fast 90 Menschen reizten die Kapazität des Sitzungssaales im städtischen Bauamt aus – und manche in ihren Beiträgen auch die Grenzen der Sachlichkeit.

Es waren in großer Mehrheit Anwohner der betroffenen Straßen sowie Geschäftsleute, die viele Fragen stellten. Es wurden aber auch viele Zweifel an den Zahlen über die Dimension des Durchgangsverkehrs geäußert, die der Verkehrsplaner Professor Dr. Herbert Staadt genannt hatte.

Stellvertretend für die Bandbreite der Reaktionen könnten zwei Geschäftsinhaber aus dem Rosengarten stehen: Er habe seit Jahrzehnten sein Geschäft am Rosengarten und sei der Überzeugung, dass die hohe Zahl an durchfahrenden Autos schädlich sei, stelle Juwelier Dieter Schönke fest.

Im Gegensatz dazu die Aussage von Marco Koschinat, der einen Second-Hand-Spielzeugladen betreibt: Während der Vollsperrung der Riemannstraße habe es eine Reduzierung des Durchgangsverkehrs gegeben, und die sei für den Umsatz verheerend gewesen: „Wir hatten 50 Prozent weniger Umsatz, und ich musste eine Vollzeitkraft entlassen,“ sagte Koschinat.

In der gut dreieinhalb Stunden langen Veranstaltung hatte Prof. Dr. Staadt zunächst erneut seine Vorschläge erläutert, die im Kern darauf hinaus laufen, den auf 50 Prozent ermittelten Durchgangsverkehr durch eine Sperre in der Schloßstraße zu unterbinden. Ziel sei es, mehr Lebensqualität in die Innenstadt zu bringen, und das bedeute auch ein besseres Umfeld für die Geschäfte.

Staadt begründete auch, warum er eine Testphase während der Landesgartenschau (LGS) empfohlen habe: Bei einem geplanten Ausgang am Rosengarten würden gewiss viele LGS-Besucher noch zu Fuß einen Abstecher in die Stadt unternehmen wollen, die dann auf den vielbefahrenen Rosengarten stießen. Doch ein Test während der LGS werde es vermutlich nicht geben, stellte Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz fest.

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