Laubfrosch zu Gast im Thranbruch

Sind mit der Entwicklung der Thranbruchwiesen zufrieden: (von links) Die Kooperationspartner Volker Naue (Vorsitzender Hegeverein Bosauer Winkel), Hans-Heinrich Tack (Flächenpächter), Heike Henning, Georg Deutz (Kreisjägerschaft Eutin) und Christian Meissner.
Sind mit der Entwicklung der Thranbruchwiesen zufrieden: (von links) Die Kooperationspartner Volker Naue (Vorsitzender Hegeverein Bosauer Winkel), Hans-Heinrich Tack (Flächenpächter), Heike Henning, Georg Deutz (Kreisjägerschaft Eutin) und Christian Meissner.

Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein sieht gelungenes Beispiel einer umfassenden und guten Kooperation in der Gemeinde Bosau

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12. Mai 2015, 16:55 Uhr

Die Weidelandschaft im Thranbruch, die vor acht Jahren renaturiert wurde, ist ein neuer Tummelplatz für Amphibien geworden. Ein Monitoring, das zwischen März und Juli 2014 vorgenommen wurde, beweist eine gelungene Ansiedelung verschiedener Arten.

„Insgesamt sieben Arten haben die Experten in den Teichen der Weidelandschaft nachgewiesen“, sagte Heike Henning, Flächenmanagerin der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein bei einer Begehung des Areals mit allen beteiligten Kooperationspartnern. Erfreulich sei, dass unter den angesiedelten Arten der europaweit streng geschützte Laubfrosch sowie die Knoblauchkröte und der Moorfrosch zu finden sind.

Die vier weiteren sind der Teichmolch, die Erdkröte, der Grasfrosch und der Teichfrosch. Sie sind in Schleswig-Holstein weit verbreitet und im Bestand nicht gefährdet. Das größte Vorkommen wurde beim Teichfrosch und Laubfrosch registriert. Landesweit leben insgesamt 15 Arten.

Die nachgewiesenen Amphibien haben sich in den vergangenen Jahren selbstständig aus der näheren Umgebung im neuen Lebensraum angesiedelt. Nachgezüchtete Arten seien nicht ausgesetzt worden, so Henning. Vielmehr sei es den Jungtieren zu verdanken, die von ihrem Geburtsort sternenförmig auf Wanderschaft gingen. Dabei stießen einige auf den für sie idealen Lebensraum im Thranbruch.

Vor acht Jahren legte die Stiftung Naturschutz, in Kooperation mit der Gemeinde Bosau, der Kreisjägerschaft Eutin und dem Hegering Bosauer Winkel in den Thranbruchwiesen sieben Teiche an. „Hier sollte eine Oase der Vielfalt geschaffen werden“, sagte Christian Meissner, Landesobmann für Naturschutzpflege im Landesjagdverband. Entstanden ist eine 78 Hektar große Wildweidenfläche, auf der nicht nur die Amphibien einen neuen Lebensraum gefunden haben, sondern sich auch Kraniche, Lerchen sowie Wiesenschaumkraut angesiedelt haben. „Der Thranbruch ist ein gelungenes Beispiel einer guten Kooperation“, war Heike Henning zufrieden mit der Entwicklung.

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