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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 14:51 Uhr

Lasse Bork meldet sich zurück

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Fußball: Eutin 08 besiegt dank eines verwandelten Elfmeters von Kevin Wölk in der SH-Liga den SV Todesfelde mit 1:0(0:0) Toren

shz.de von
erstellt am 08.Nov.2015 | 15:16 Uhr

Kevin Wölk bewies zwei Minuten vor Schluss Nervenstärke. Er verwandelte einen Elfmeter mit einem genauen Schuss ins untere rechte Eck zum Tor des Tages. Eutin 08 und der SV Todesfelde lieferten sich beim 1:0(0:0) in der Schleswig-Holstein-Liga ein kampfbetontes Fußballspiel, in dem die Emotionen einige Male hochkochten. Dabei hatte Schiedsrichter Jörn Göttsch Mühe, den Überblick zu behalten.

Keine Zweifel gab es an der Roten Karte, die Göttsch dem Eutiner Timo Klotz zeigte, der mit einer Fluggrätsche den Todesfelder Felix Hamann am Knöchel erwischte. Das war für die Gastgeber besonders bitter, denn bis dahin hatten Klotz und Tim Brunner auf der linken Seite immer wieder gefährliche Aktionen eingeleitet. Zu allem Überfluss hatte auch Brunner bei einem Foulspiel einen Schlag gegen den Knöchel bekommen und musste noch vor der Pause verletzt das Feld räumen. Trainer Mecki Brunner hatte vor dem Spiel eine Überraschung angekündigt – die ihm auch gelang. Zum ersten Mal in dieser Saison stand Lasse Bork im Kader, der aus beruflichen Gründen kürzer treten und sich auf seine Aufgabe als Trainer in einem Kieler Fitnessstudio konzentrieren wollte. Bork spielte, als sei er nie weg gewesen, verlieh dem Eutiner Mittelfeld gerade in der halben Stunde, in der die Gastgeber in Unterzahl spielten, Stabilität. „So ein Spiel macht immer Spaß“, sagte Bork nach dem Abpfiff. Seine Vorbereitung? „Ich habe in der Kreisliga ein Spiel gegen den FC Scharbeutz bestritten – und zwei Hütten gemacht“, meinte er mit einem Grinsen.

Der SV Todesfelde machte aus seiner Überzahl zu wenig. „Unser Problem war, dass wir nach der Pause unnötig Bälle verloren und dadurch hinten zu viel Druck bekommen haben“, analysierte Sascha Sievers.

Zur zweiten Halbzeit brachte Trainer Brunner für Philip Nielsen, der nach einem Kopfballduell angeschlagen war, Kevin Hübner, der das Eutiner Offensivspiel belebte. Die Gastgeber kamen nach der Pause besser ins Spiel, suchten den Abschluss. Lasse Leinwebers Schuss wurde abgeblockt (48.), Hübners Scherenschlag nach einem weiten Bork-Einwurf ging knapp links neben das Tor (55.), Wölk scheiterte aus 22 Metern an Gästetorwart Danny Schramm (62.), der auch gegen einen Flachschuss von Julian Brauer mit einer Fußabwehr zur Stelle war (63.), kurz darauf klatschte ein Hübner-Schuss ans rechte Lattenkreuz (72.). Die Eutiner Zuschauer waren begeistert, unterstützten ihre Mannschaft mit Beifall auf offener Szene.

Mit der Gelb-Roten Karte gegen Rene Lübcke nach einem Foul an Lion Glosch war die Gleichzahl, jetzt 10 gegen 10, wieder hergestellt. Prompt wurde der SV Todesfelde stärker. „Vielleicht war das für uns ein Hallo-Wach-Effekt“, meinte Sievers.

Die größte Chance aus dem Spiel heraus hatte Morten Liebert, der aber im besten Spieler auf dem Platz seinen Meister fand. Der Eutiner Torhüter Fabian Oeser blieb lange stehen und wehrte den Ball dann mit dem Bein ab (80.). „Dafür bin ich ja schließlich da“, sagte Oeser bescheiden. Er strahlte viel Ruhe aus, fing hohe Flanken reihenweise aus der Luft. In der ersten Halbzeit parierte er einen Schuss von Gästekapitän Daniel Schumacher aufs kurze Eck mit einer Fußabwehr (22.).

Dass man auch mit einer kurzen Einsatzzeit etwas bewirken kann, bewies Jannik Niebergall, der in der 83. Minute für Brauer kam. Seinen Kopfball aufs rechte Eck wehrte Piper mit einer Armbewegung ab, Göttsch entschied nach Rücksprache mit seinem Assistenten an der Linie auf Strafstoß.

Der Todesfelder Trainer Sascha Sievers war nach dem Abpfiff sauer, er beschwerte sich über die Gastgeber: „Wir sollten darüber reden, wie hier Einfluss genommen wird!“ Dabei meinte er die Eutiner Bank, die nach wiederholtem Foulspiel von Rene Lübcke die Gelb-Rote Karte gefordert hatte, und Mecki Brunner, der nach der Ampelkarte gestenreich gejubelt hatte. „Dafür habe ich mich gleich entschuldigt“, stellte Mecki Brunner klar.

Der Eutiner Coach ärgerte sich über die Aktion, die zur Roten Karte geführt hatte: „Das darf Klotz nicht passieren!“ Brunner hatte seine Mannschaft in der Pause umgestellt. „Die Zuschauer haben uns in den entscheidenden Momenten nach vorn getrieben“, sagte der Trainer. Er hofft, dass sich Lasse Bork weiter zur Verfügung stellt, denn mit der zu erwartenden Sperre für Klotz wird die ohnehin schon strapazierte Spielerdecke noch dünner. Das entscheidende Gespräch soll in der Woche geführt werden.

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