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Ostholsteiner Anzeiger

22. November 2017 | 08:45 Uhr

Landtagswahl: Der Tag der Wahrheit

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Direktbewerber in 35 Wahlkreisen und Kandidaten auf 13 Landeslisten treten an

von
erstellt am 05.Mai.2017 | 18:36 Uhr

Rund 2,3 Millionen Schleswig-Holsteiner sind morgen aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. So viel ist sicher: Es wird spannend.

Über diese Fragen entscheiden die Wähler:

>Kann Ministerpräsident Torsten Albig (53) mit seiner Küstenkoalition aus SPD, Grünen und SSW weiterregieren oder

> gibt es einen Machtwechsel, der Albigs Herausforderer Daniel Günther (43, CDU) den Weg in die Staatskanzlei ebnet?

> Können die Grünen sich absetzen vom negativen Bundestrend und

>wird die FDP Königsmacherin für die Bildung einer Koalitionsmehrheit?

>Schließlich: Schafft die AfD die 5-Prozent-Hürde und kehrt die Linke nach fünf Jahren Auszeit in den Landtag zurück?

Zu den beherrschenden Themen im Wahlkampf gehörten Bildungspolitik, Windkraft, Innere Sicherheit und Verkehrspolitik. Kontrovers diskutiert wurde der von der Koalition beschlossene Kita-Zuschuss für Eltern von 100 Euro. Die CDU will ihn abschaffen, dafür Kitas stärker fördern und so die Gebühren möglichst drücken. Im Schulbereich will die Union zur neunjährigen Schulzeit am Gymnasium zurück, die Koalition setzt auf G  8 an Gymnasien und G  9 an Gemeinschaftsschulen.

Dem akutellen Landtag gehören sechs Parteien an. Vor fünf Jahren war die CDU mit 30,8 Prozent der Stimmen stärkste Kraft geworden, es folgte die SPD mit 30,4 Prozent. Beide Parteien erhielten damit jeweils 22 Sitze. Drittstärkste Kraft wurden die Grünen mit 13,2 Prozent (10). FDP und die Piraten kamen jeweils auf 8,2 Prozent (je 6). Der SSW erreichte 4,6 Prozent (3 Sitze). Die Linke verfehlte mit 2,3 Prozent den Einzug ins Landesparlament.

In 35 Wahlkreisen kandidieren morgen insgesamt 289 Menschen für ein Landtagsmandat. Auf den 13 zugelassenen Landeslisten stehen insgesamt 328 Kandidaten. 192 davon sind zugleich Wahlkreiskandidaten. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Eine erste Prognose über den Wahlausgang veröffentlichen Meinungsforscher um Punkt 18 Uhr. Mit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis rechnet Landeswahlleiter Tilo von Riegen gegen 23.30 Uhr. Seite 9

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