Polizeidirektion : Landtagspräsident wirbt um Respekt für die Polizei

"Die Gesellschaft muss der Polizei mehr Respekt zollen." Das war eine zentrale Feststellung von Torsten Geerdts (CDU), Präsident des Landtages, auf der Hubertushöhe.

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26. Januar 2011, 10:50 Uhr

eutin | Seinen Besuch am Dienstag bei der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung der Landespolizei (PDAFB) nannte er zugleich einen Dank des Parlamentes für die schwierige, häufig gefährliche Arbeit der Polizeibeamten. Nach einem lehrreichen Morgen mit vielen Gesprächen und dem Besuch praktischer Ausbildung stellte Geerdts vor Journalisten fest, dass er angesichts einer dramatischen Haushaltslage keine Versprechungen machen könne. Als Erkenntnis nehme er die Bitte der Beamten mit, dass die Qualität der Ausrüstung wenigstens nicht reduziert werden dürfe.

Sorge bereite eine wachsende Gewaltbereitschaft gegenüber Polizisten, häufig mit übermäßigem Alkoholgenuss verbunden. Sorge bereite aber auch ein Rückzug des Bundes aus der Finanzierung der Bereitschaftspolizeien der Länder. Außerdem empfänden es die betroffenen Beamten als ungerecht, dass die Bundesländer Bremen und Mecklenburg-Vorpommern verstärkt Hilfe aus Schleswig-Holstein anforderten, weil sie selbst nicht mehr genug Polizeikräfte bereithielten. Für Einsätze jenseits der Landesgrenzen zum Beispiel bei Fußballspielen fließe zwar Geld in die Landeskasse. Das helfe aber den Beamten der Einsatzhundertschaften nicht, die im Schnitt im Jahr nur noch 15 dienstfreie Wochenenden hätten.

Deshalb verdiene eine Initiative des schleswig-holsteinischen Innenministers Klaus Schlie (CDU) die Unterstützung des gesamten Parlamentes, der über den Bundesrat um das Geld für die Bereitschaftspolizeien kämpfen wolle. Überlegenswert sei auch der Vorschlag Schlies, wohlhabende Sportvereine an den Kosten der Polizeieinsätze zu beteiligen. "Dabei muss natürlich eine klare Abgrenzung möglich sein." Möglicherweise davon betroffene Fußballvereine sehe er in Schleswig-Holstein nicht.

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