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Landratswahl Ostholstein: Zwei Kandidaten im Fokus

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Reinhard Sager und Volkmar Bauer noch bei der SPD „in der engeren Wahl“

von
erstellt am 10.Mär.2015 | 18:57 Uhr

In zwölf Tagen wählt der Kreistag in Eutin einen neuen Landrat in Ostholstein. Von ursprünglich fünf Bewerbern haben sich in den vergangenen Wochen vier in mehreren zumeist internen Veranstaltungen den Abgeordneten vorgestellt. Ernsthaft Chancen können sich danach nur noch zwei Kandidaten ausrechnen: Amtsinhaber Reinhard Sager (CDU) als Favorit und der parteilose Diplom-Geograph Volkmar Bauer aus Thüringen als beachtlicher Außenseiter.

Beide hatten Montagabend noch einmal Gelegenheit bekommen, in der SPD-Kreistagsfraktion für sich zu werben. „Nur diese Zwei stehen für uns noch in der engeren Wahl. Beide haben sich auch sehr gut dargestellt. Eine Entscheidung ist aber noch nicht getroffen, die fällt die Fraktion auf meinen Wunsch hin erst am 23. März, einen Tag vor der Wahl im Kreistag“, sagte SPD-Fraktionschef Burkhard Klinke dem OHA.

Ebenfalls noch offen sei die Frage, ob die SPD-Fraktion ihren Abgeordneten die Wahlentscheidung frei gebe. Dies hatte der SPD-Kreisvorsitzende Lars Winter zu Jahresbeginn angeregt, nachdem die Sozialdemokraten bei der Suche nach einem eigenen Personalvorschlag fürs Landratsamt in Ostholstein erfolglos geblieben waren. Klinke: „Die Diskussion, die Abstimmung frei zu geben, ist in der Fraktion noch gar nicht geführt worden.“

Zur Vorstellungsrunde von Sager und Bauer bei der SPD war auch die Grünen-Fraktion eingeladen. Zuvor hatte die Basis der Öko-Partei am 17. Februar bereits neben Volkmar Bauer auch die Kandidaten Martin Kienitz (FWG-Kreistagsabgeordneter aus Scharbeutz) sowie den Kölner Juristen Peter Heinz Hausmann (CDU) ins politische Verhör genommen. Im Herbst schon hatte Sager einer Grünen-Mitgliederversammlung Rede und Antwort gestanden.

Der Grünen-Kreisverband will am 18. März erneut beraten, was bei der Landratswahl zu tun ist. Fraktionsführung und Parteivorstand haben stets betont, dass die Basis mitreden müsse. Damit sollte die innerparteiliche Kritik am Vorpreschen der Fraktion, die Mitte 2013 in ihrer Kooperationsvereinbarung mit der CDU-Kreistagsfraktion
locker eine Wiederwahl von Sager in Aussicht gestellt hatte, ausgeräumt und zugleich der SPD die Offenheit für ein mögliches rot-grünes Zusammengehen bei der Kandidatennominierung signalisiert werden. Ob es dazu in letzter Minute doch noch kommt, bleibt voraussichtlich bis zum Wahltag spannend.

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