Landrat Sager drängt Gabriel zur Erdverkabelung

shz.de von
23. Juli 2015, 18:04 Uhr

Bundeswirtschaftsminister Gabriel soll im Gesetzgebungsverfahren doch noch die Verlegung der Strom-Ostküstenleitung teilweise als Erdkabel möglich machen. Diese „eindringliche Bitte“ erhebt Landrat Reinhard Sager in einem offenen Brief an den Minister.

In dem gestern publizierten Brief äußert Sager „große Verwunderung“ über die Entscheidung der Bundesregierung, die Ostküstenleitung aktuell von einer Erdverkabelung auszunehmen. Im Vorwege habe das ganz anders geklungen. „Zumindest die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Ostholstein fühlen sich nicht ernst genommen und sind verärgert“, stellt Sager fest. Das mache das Engagement derer zunichte, die Vorschläge zur Trassenfindung eingebracht hätten und ernsthaft die Energiewende wollten. Die Ostküstenleitung sei „sehr gut als Pilotprojekt geeignet, weil die Leitung am Ende der Strecke liegt, vordinglich zur Abführung der Windenergie dient und bei Schäden ohne große Folgen für das Gesamtnetz abschaltbar wäre“, argumentiert der Landrat. Wirtschaft

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