Landesstraße 161 wird saniert

Gemeinsam mit Joachim Rinke machte sich Bernd Buchholz (li) ein Bild vom katastrophalen Zustand der Landesstraße 161.
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Gemeinsam mit Joachim Rinke machte sich Bernd Buchholz (li) ein Bild vom katastrophalen Zustand der Landesstraße 161.

Gute Nachrichten vom Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz: Instandsetzung der Straße zwischen Hutzfeld nach Wöbs beginnt im Sommer

shz.de von
16. April 2018, 00:41 Uhr

Mit einer guten Nachricht sorgte Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) bei einem Vortrag im Bosauer Hotel-Restaurant Schwanensee für große Freude: „Die Landesstraße 161 von Hutzfeld nach Wöbs/Liethkaten wird noch in diesem Jahr saniert“, kündigte der Minister an.

Die Bosauer FDP hatte den „Superminister“, wie ihn der Ortsvorsitzende Joachim Rinke unter Hinweis auf seine vielfältigen Zuständigkeitsbereiche (Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus) nannte, zu einer Veranstaltung eingeladen. Rinke freute sich über die Rückenstärkung des FDP-Ministers im laufenden Kommunalwahlkampf.

„Mehr Tempo für bessere Straßen“ lautet der Titel des Vortrages von Bernd Buchholz. „Der Erhalt einer funktionierenden Infrastruktur ist für unsere Dörfer überlebenswichtig“, hatte Rinke zuvor hervorgehoben. Und Holger Marohn, FDP-Direktkandidat für die Gemeindevertretung, rief in Erinnerung, dass es auch bei den gemeindeeigenen Straßen in Bosau und den anderen Dörfern der Gemeinde ein erhebliches Defizit bei der Instandhaltung gebe. „Gefühlt kommen pro Jahr mehr Schlaglöcher hinzu als wir flicken“, sagt Marohn.

Wortgewandt, gestenreich und erheiternd zog Bernd Buchholz vor etwa 40 Zuhörern fast im Stile eines Entertainers eine Zwischenbilanz der Jamaika-Koalition. Dabei konzentrierte sich der 56-Jährige vor allem auf verkehrspolitische Feststellungen. „Ich komme mir inzwischen schon wie ein Straßenbauminister vor“, räumte Buchholz im Rückblick seiner fast einjährigen Amtszeit ein. Um den Sanierungsstau bei Landesstraßen in Schleswig-Holstein abzubauen, habe die Jamaika-Koalition beschlossen, bis 2022 jährlich 90 Millionen Euro zu investieren. Dies aber sei nur möglich gewesen, weil alle Koalitionspartner ein Bekenntnis zum Ausbau der Infrastruktur abgegeben hätten, so Buchholz. „Bei der Vorgängerregierung wären viele Landstraßen verrottet und die L 161 auch nie mehr saniert worden“, machte Buchholz deutlich. Das Verkehrsministerium habe unter seiner Leitung die Kommunen, darunter auch Ostholsteins Landrat Reinhard Sager, befragt, welche zehn Landesstraßen vorrangig saniert werden sollten. Sager sei angetan von der Anfrage gewesen und habe der L 161 oberste Priorität eingeräumt, so dass die Sanierung tatsächlich noch in diesem Jahr realisiert werden könne.

In der Vergangenheit habe es beim Ausbau der Infrastruktur entweder am politischen Willen oder am Geld gemangelt. „Beides ist jetzt vorhanden“, unterstrich Buchholz. Aktuell erweise sich als Problem, dass es an planerischen Kapazitäten mangele. So sei der „Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr“ in den vergangenen Jahren von 2500 auf 1200 Mitarbeiter reduziert worden. Deshalb sei es aktuell wichtig gewesen, möglichst schnell planerische Kapazitäten zu schaffen. So sei es dann glücklicherweise gelungen, die Planungen für die A 20 der Projektgesellschaft der „Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH“, kurz „DEGES“, zu übertragen und deshalb 15 Planer des Landesbetriebes für andere Aufgaben einsetzen zu können. Mehr Geld für den Straßenbau werde aber auch mehr Baustellen nach sich ziehen. Deren Einrichtung werde sich vorrangig auf die Sommermonate und damit auch auf die Ferienzeit konzentrieren, gab Buchholz vorsorglich zu bedenken.



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