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Landesschau der Kunst in Eutin „am idealen Platz“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Großer Andrang im Ostholstein-Museum zur Eröffnung der Ausstellung zeitgenössischer Kunst

von
erstellt am 30.Nov.2014 | 14:30 Uhr

Prüfende Blicke: „Wo hängt mein Bild?“, lebhafte Begrüßungen: „Schön, dich mal wieder zu sehen“, zweifelnde Stimmen: „Was hat sich die Jury denn dabei gedacht?“ – das Ostholstein-Museum bot gestern Mittag jede Menge Gelegenheiten, Ambitionen und Befindlichkeiten der schleswig-holsteinischen Kunstszene kennen zu lernen. Wobei auffiel: Über allem lag ein freundlicher Grundton der Neugier auf die Präsentation aktueller Werke aus den Ateliers.

Die Eröffnung der 61. Landesschau des Landesverbandes der Bildenden Künstler (BBK) geriet so zu einem quirligen Stelldichein der Kunstschaffenden aus Malerei, Grafik, Plastik, Fotografie und Installationen. „So viele Besucher gibt es bei einer Vernissage hier im Land selten“, bemerkte Brigitte Hohmann, Referatsleiterin im Kulturministerium. Das Interesse beweise, dass die Landesschau eine „wichtige Plattform für die Präsentation zeitgenössischer Kunst“ im Norden sei.

Das Ostholstein-Museum sei dafür aufgrund seines „der Kunst sehr zuträglichen Ambientes ein idealer Platz“, betonte Hohmann – eine Einschätzung, die Landrat Reinhard Sager in seiner Begrüßungsrede stolz teilte. Mit der Landeskunstschau, die bis zum 1. Februar 2015 im Museum zu sehen sein wird, und der Landesgartenschau im Jahr 2016 könne Eutin überregional Eindruck machen. Und wenn es beim Fünf-Jahres-Rhythmus bleibe, werde ihr Museum auch 2018 Austragungsort der Landesschau sei, blickte Museumsleiterin Dr. Julia Hümme frohgemut voraus. Sie war Mitglied der Jury, die aus 444 eingereichten, bisher unveröffentlichten Werken von 194 Künstlern für die Landesschau in Eutin 111 Arbeiten ausgewählt hatte.

Die BBK-Landesvorsitzende Monika Rathlev hob den hohen Anspruch der Künstler hervor: „Wir arbeiten nicht hinter dem Deich, sondern wissen über die aktuellen Entwicklungen in der Welt der Kunst auch außerhalb unserer Landes gut Bescheid.“ Um diesen Standard zu halten, müsse die Museumsstruktur im Norden unangetastet bleiben, warnte sie vor möglichen Schließungen in Wedel und Itzehoe.

Erstmals wurde der Landesschau-Kunstpreis direkt zur Eröffnung verliehen. Die Jury erkannte ihn Prof. Bernhard Schwichtenberg für seine Collage „Keine Macht den Dosen“ zu. Der langjährige BBK-Landesvorsitzende reagierte freudig überrascht: „Der Advent fängt ja richtig gut an.“ Der Publikumspreis wird am 1. Februar ermittelt.

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