Landesregierung will Einheitslehrer

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31. März 2014, 19:49 Uhr

Der Einheitslehrer für Schleswig-Holstein kommt, das neue Lehrkräftebildungsgesetz dazu ist auf dem Weg. Damit werde die Lehrerausbildung an die veränderten Schulstrukturen angepasst, sagte Bildungsministerin Waltraud Wende (parteilos) gestern in Kiel.
Ziel der Reform sei es, Lehrkräfte für den Norden „auf höchstmöglichem Niveau“ auszubilden.

Künftig gibt es ein
gemeinsames Lehramt für Gymnasien und
Gemeinschaftsschulen. Ausgebildet werden die Lehrkräfte an den Universitäten in Kiel und Flensburg. Zudem will Wende die Inklusion stärken. Dazu ist ein neues Studienangebot geplant, das neben Sonderpädagogik ein allgemeinbildendes Fach umfassen wird. Die Reform soll schon im August in Kraft treten.

Beifall für die Pläne kam aus der Koalition, Kritik hingegen aus der Opposition. „Wer die Gymnasiallehrer abschafft, der wird am Ende auch die Gymnasien abschaffen“, sagte der CDU-Hochschulpolitiker Daniel Günther. Zugleich kritisierte Günther den Aufbau teurer Doppelstrukturen in Flensburg. Ähnlich äußerte sich die FDP-Fraktion.

Deutschlands nördlichste Universität gilt als klare Gewinnerin der Reform. Die ehemalige Pädagogische Hochschule bildet bisher nur Lehrer für die Sekundarstufe I (Klassen fünf bis zehn) aus. Künftig soll die Uni in 13 Fächern auch ein Studium für die Sekundarstufe II (Klasse elf bis 13) anbieten. S. 16 / Kommentar S. 19

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