Landesplanung stoppt neue Pläne fürs Kieswerk

Planungsausschuss Malente: F-Plan-Änderung für Kreuzfeld vorerst vom Tisch / Gemeinde will Verein beim Holzbergturm beistehen

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17. Juli 2015, 15:36 Uhr

Die Erweiterungspläne für das Kies- und Schotterwerk Kreuzfeld, wo ein Bereich als Gewerbegebiet und Sondergebiet Sport ausgewiesen werden sollte, scheinen sich erledigt zu haben – zumindest in der bisherigen Form. Das zeichnete sich am Donnerstag im Planungsausschuss aufgrund des Sachstandsberichtes der Bauamtsleiterin Britta Deubel ab.

Zur bisher beabsichtigten Änderung des Flächennutzungsplans fand demnach ein Erörterungstermin zwischen der Staatskanzlei, dem Innenministerium, der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises sowie Kreuzfelds Dorfvorsteher Wilfred Knop und dem Planungsausschussvorsitzenden Klaus Schützler statt. Fazit: Ein Gewerbegebiet ist nach Meinung der Landesplanung in dem Kiesgrubengelände nicht genehmigungsfähig. Damit ist die Fortführung der Motocross-Anlage derzeit planungsrechtlich nicht möglich. Wie berichtet, hatte die Eigentümerfamilie Wandhoff die Änderung des F-Plans angestrebt, um sich in dem Gelände neue Nutzungsmöglichkeiten zu sichern. Die Dorfschaft Kreuzfeld sah dieses Vorhaben äußerst kritisch.

Zudem beschäftigte sich der Ausschuss mit dem Bauvorhaben einer Tagesklinik, die die Curtius-Klinik westlich der jetzigen Gebäude – zwischen Janusallee und Kampstraße – errichten will. Hier entschieden die Planungsausschussmitglieder einstimmig, den Bereich im Flächennutzungsplan von einem Wohngebiet in ein Sondergebiet umzuwandeln.

Die Entscheidung für einen Bebauungsplan für ein zweigeschossiges Gebäude auf dem ehemaligen von Peinschen Gelände - hinter der Volksbank in der Bahnhofstraße - wurde auf die September-Sitzung verschoben. Um zusätzliche zentrumsnahe Bauflächen zu entwickeln, strebte das Ausschussmitglied Gudrun Förster Überlegungen einer Rodung des zu dem gemeindeeigenen Areal gehörenden Waldes und die Abtragung des darauf befindlichen Walls an. Die Kosten hierfür, inklusive einer Aufforstung auf Ausgleichsflächen, werden jetzt eingeholt.

Einstimmig war das Votum beim Holzbergturm. Die Gemeinde Malente wird den Verschönerungsverein Neversfelde zukünftig bei der Betreuung und Pflege unterstützen. Eine Übernahme sei aus rechtlichen Gründen nicht möglich, war aus dem Rathaus zu erfahren. Um den Aussichtsturm schnellstmöglich der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen, wird ein Gutachter beauftragt, der die Standsicherung überprüfen soll.

Anwohner des Bruhnskoppeler Wegs, des Schonauer Wegs und des Gowenser Wegs müssen sich bezüglich des Ausbaus der Straßen noch ein Jahr gedulden. Die Verwaltung berichtete, dass angedachte Fördermittel des Landesamts für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) noch nicht freigegeben wurden.

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