zur Navigation springen

Wirtschaftsförderer Claus-Peter Matthiensen : Landesgartenschau war „letzte Chance“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Claus-Peter Matthiensen, der Chef der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (egoh), sieht die Kreisstadt Eutin mit der Entscheidung für die Landesgartenschau auf dem richtigen Weg.

Geladen war Claus-Peter Matthiensen gestern im Rathaus als Experte zur Vorstellung der neuen Werbebroschüre für den Wirtschaftsstandort Eutin. Doch der Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (egoh) nutzte die Pressekonferenz auch zu einem flammenden Plädoyer: „Ich kann die Stadt nur zur Landesgartenschau beglückwünschen. Mit ihr blüht Eutin wieder auf.“

Matthiensen ließ keinen Zweifel, dass die Kreisstadt nach Jahren des Abwartens mit der „mutigen Entscheidung“ das Steuer herumgerissen habe. „Damit wird die letzte Chance genutzt, doch noch Fördermittel zur Stadtentwicklung zu bekommen. Beim Zukunftsprogramm Wirtschaft hat Eutin ja nicht zugegriffen, während andere Orte wie Scharbeutz daraus massiv die Verbesserung ihrer Infrastruktur vorangetrieben haben.“

Aus seiner Sicht werde die Landesgartenschau positive Effekte für die Wirtschaft in Eutin bringen. Noch wichtiger aber seien die Anstöße, die allein schon von der Vorbereitung und der Werbung für die Großveranstaltung ausgingen. „Denen, die hieran Zweifel haben und säen, sei gesagt: Die indirekten Effekte überwiegen ein Mehrfaches selbst ein mögliches Defizit aus der Veranstaltung der Landesgartenschau.“

Das werde sich vor allem in der touristischen Wirksamkeit bemerkbar machen. Matthiensen: „Eutin ist ein nettes Städtchen, aber das allein reicht heute nicht mehr. Schauen Sie sich die Übernachtungszahlen hier an, die sind doch nur noch marginal im Vergleich zu Malente. Die Landesgartenschau und die Stadtsanierung eröffnen aber neue Möglichkeiten, damit Eutin attraktiver wird. Davon können auch die Besucherzahlen fürs Schloss und die Festspiele profitieren.“

Ausdrücklich warb der Wirtschaftsförderungsfachmann des Kreises dafür, nicht nur auf den Zuzug von Senioren zu setzen. Eutin müsse als Wohnort für junge Leute und Familien attraktiv werden, nur so lasse sich auf lange Sicht der zu befürchtende Fachkräftemangel abwenden. Für ihn stehe fest, dass die Kreisstadt mit den jetzt eingeleiteten Maßnahmen „allerbeste Chancen“ für eine Aufwärtsentwicklung habe.

„Da kann man ja rot werden“, nahm Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz die Fürsprache dankbar auf. Die Initialzündung, in Eutin jetzt massiv an der Stadtentwicklung zu arbeiten, habe das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Isek) ausgelöst: „Wir haben jetzt einen Fahrplan, den hatten wir vorher nicht.“

zur Startseite

von
erstellt am 13.Feb.2014 | 13:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen